Münchner (28) will Australien mit dem Radl umrunden

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Der 28-Jährige kurz vor seiner Abreise in München: Hund Alfi darf mit auf den Wahnsinns-Trip nach Australien

München - Ist dieser Mann irre? Was er gerade begonnen hat, bedeutet Abenteuer pur! Am 1. Januar hat Maximilian Semsch eine Reise ans andere Ende der Welt gestartet. Und zwar mit seinem Radl.

Ist dieser Mann irre? Was er gerade begonnen hat, bedeutet Abenteuer pur! Gestern, am 1. Januar, hat Maximilian Semsch eine Reise ans andere Ende der Welt gestartet. In seinem Projekt „Around Oz“ will der Münchner auf dem Radl Australien umrunden und dabei der 18 000 Kilometer langen Route des Highway One folgen. Wie lange wird er brauchen? „An die sechs Monate, wenn alles glattläuft“, sagte der 28-Jährige vor seiner Abreise – mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

So sah der Münchner nach seiner Singapur-Reise aus

Es ist nicht Maximilians erstes Abenteuer dieser Art: 2008 radelte er von München nach Singapur. Alleine, mit 50 Kilogramm Gepäck beladen, auf einem ganz normalen Fahrrad und ziemlich untrainiert. Dabei legte er 15 000 Kilometer durch zwölf Länder zurück und dokumentierte diese spannende Reise mittels Videokamera. 211 Tage war er damals unterwegs. 900 Stunden im Sattel. What a trip!

Münchens kuriose Radlfallen

Am Oberanger werden beide Radspuren von parkenden Autos blockiert. Die ganze Geschichte zu Münchens Radlfallen, lesen Sie hier. © bn-muenchen.de
Ein Schotterhaufen beendet die Radlfahrt an der Zschokkestraße. Die ganze Geschichte zu Münchens Radlfallen, lesen Sie hier. © bn-muenchen.de
Parkende Lkw blockieren den Radweg an der Offenbachstraße - die Radlspur ist kaum noch zu sehen. Die ganze Geschichte zu Münchens Radlfallen, lesen Sie hier. © bn-muenchen.de
In die Falle gelockt: Baufahrzeuge versperren den Radweg an der Ichostraße. Die ganze Geschichte zu Münchens Radlfallen, lesen Sie hier. © bn-muenchen.de
Hier gehts gar nicht mehr weiter für Radfahrer: Meyerbeerstraße. Die ganze Geschichte zu Münchens Radlfallen, lesen Sie hier. © bn-muenchen.de
Ausgebauter Radweg - leider auf Schienen. Die ganze Geschichte zu Münchens Radlfallen, lesen Sie hier. © bn-muenchen.de
Eng wird's für Radler an dieser Baustelle an der Cosimastraße. Die ganze Geschichte zu Münchens Radlfallen, lesen Sie hier. © bn-muenchen.de
Abruptes Ende des Radwegs auf die Bundesstraße. Die ganze Geschichte zu Münchens Radlfallen, lesen Sie hier. © bn-muenchen.de
"Radfahrer auf der Gehbahn schieben": Wer, wie, wo, was? Die ganze Geschichte zu Münchens Radlfallen, lesen Sie hier. © bn-muenchen.de
Fahrverbot auf dem Radweg. Die ganze Geschichte zu Münchens Radlfallen, lesen Sie hier. © bn-muenchen.de
"Einspurige Fahrräder ohne Anhänger frei": Ahhh, alles klar. Die ganze Geschichte zu Münchens Radlfallen, lesen Sie hier. © bn-muenchen.de

Diesen Titel trägt die Website, die Maximilian nach der abgefahrenen Reise eingerichtet hat, und auch sein filmisches Tagebuch, das bei diversen Filmfestivals mehrmals preisgekrönt wurde und mittlerweile als DVD im Handel erhältlich ist. Warum er diese Reise damals antrat? „Ich wollte aus eigener Kraft etwas schaffen, mir einen Traum erfüllen und ganz nebenbei herausfinden, worum es im Leben überhaupt geht“, sagte der Weltenbummler Anfang Dezember in Ismaning, wo er einen Vortrag hielt. Mittlerweile finanziert sich der 28-jährige Münchner als selbstständiger Filmemacher, Vortragender und Abenteurer und findet das, so sagt er, ziemlich cool.

Die Zeiten haben sich allerdings geändert. Zum einen ist der einstige Fahrradnomade mittlerweile fest liiert und wird daher auf dieser Tour von Freundin Marion und Hund Alfi begleitet. Zum anderen reißen sich auch die Sponsoren um den abenteuerlustigen Münchner und schicken ihn dieses Mal mit einem E-Bike los. „Für die Hersteller ist mein Projekt sehr interessant, denn ich liefere einen Belastungstest, den es im E-Bike-Bereich bisher noch nicht gab.“ Auch wird dieses Mal ein professioneller Kameramann die Tour dokumentieren.

Diesmal hat Maximilian zudem ein Extra-Radl dabei, für den Fall, dass ihn jemand ein Stück begleiten möchte. „Wer also gerade in Australien unterwegs ist, der dieses Abenteuer ein paar Tage oder länger mit mir teilen möchte, kann sich bei mir melden. Über Facebook oder meine Internetseite.“ Für alle, die das Projekt aus der Ferne mitverfolgen wollen, gibt es ständig News und jeden Freitag ein neues Reisevideo auf der Website. www.what-a-trip.de. Blog: http://what-a-trip-oz.blogspot.com

Johanna Stöckl

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