Münchner (30) stürzt am Jubiläumsgrat in den Tod

Garmisch-Partenkirchen - Stundenlang haben die Rettungskräfte nach einem Bergsteiger aus München gesucht. Am Ende hatten sie traurige Gewissheit, dass er von seiner Tour nicht mehr zurückkommen wird.

Er wollte sich der Herausforderung stellen, den Jubiläumsgrat zwischen Alp- und Zugspitze zu überqueren. Das Vorhaben endete für einen Bergsteiger aus München am Sonntagabend allerdings in einem tragischen Unglück: Der 30-Jährige stürzte in den Tod. Die Suche nach ihm verlangte von den Rettungskräften einiges ab.

Bei ihnen ging der Alarm ging gegen 20.30 Uhr ein. Die Ehefrau hatte sich gemeldet, nachdem sie nichts mehr von ihrem Mann gehört hatte. „Der letzte Handykontakt ist im Bereich der Grieskarscharte gewesen“, heißt es von Seiten der Polizei.

Die sofort gestartete Suchaktion, an der die Bergwacht Garmisch-Partenkirchen, ein Polizeibergführer und der Polizei-Hubschrauber beteiligt waren, brachte jedoch keinen Erfolg. Nach Stunden musste sie schließlich abgebrochen werden.

Gegen 7 Uhr startete der Hubschrauber gestern erneut. Rund vier Stunden später gelang es dann, das Mobiltelefon des Mannes zu orten. „Der vermisste Bergsteiger wurde im Bereich der Höllentalangerhütte aufgefunden“, teilt die Polizei mit. Da dieser Abschnitt zum Einsatzgebiet der Grainauer Bergwacht gehört, machten sich vier Kameraden mit dem SAR-Hubschrauber auf, um den Münchner zu bergen.

Was ihm geschehen ist, können die Rettungskräfte nur mutmaßen. Klar ist, dass er beim Abstieg über der Mathaisenkar vom Weg abgekommen ist. „Vermutlich war das schon im Dunkeln“, sagt Grainaus Bereitsschaftsleiter Anton Vogg. Der Münchner geriet in unwegsames Gelände, stützte über schrofendurchsetztes Steilgelände ab und erlitt dabei tödliche Kopfverletzungen.

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