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Münchner (64) soll junge Frau in seiner Wohnung vergewaltigt haben: „Der schlimmste Moment in meinem Leben“

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Von: Andreas Thieme

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Peter R. (64) mit seinem Strafverteidiger Marc Wederhake
Peter R. (64) mit seinem Strafverteidiger Marc Wederhake © SIGI JANTZ

Schwere Vorwürfe gegen Unternehmer Peter R. (64): Der Münchner soll eine Frau in seiner Wohnung vergewaltigt haben. Vor Gericht schilderte sie ihr Martyrium.

München - „Er hat mich dauernd angestarrt, obwohl er mit einem jungen Mädchen da war“. So schildert Maria K. (37) den ersten Kontakt zu Peter R. (64) - dem Mann, der sie mutmaßlich vergewaltigt hat. Ihn hatte sie Mitte 2019 zunächst im Edel-Restaurant Hugo‘s kennengelernt und als recht penetrant erlebt. „Doch am Ende tauschten wir Handynummern“, schildert Maria P.

Etwa zwei Wochen später sei es zu einem Treffen gekommen. „Nach meiner Deutschprüfung sind wir Essen gegangen.“ Später waren die beiden noch in der 089-Bar. Doch in jener Nacht soll es auch zu der Tat gekommen sein, die jetzt am Münchner Amtsgericht verhandelt wird. Hier muss sich Peter R. strafrechtlich verantworten.

„Ich wollte nur bei ihm schlafen“, sagt Maria P., die im Gerichtssaal per Video zugeschaltet ist. Ihre Stimme wird brüchig, als es um die Tat geht: Nachts soll sich Peter R. mit ins Bett gelegt haben und zog der Brasilianerin laut Anklage die Schlafanzughose aus, um in sie einzudringen.

München: 37-Jährige sagt nach Vergewaltigung: „Der schlimmste Moment meines Lebens“

Von Schmerzen geplagt, wachte die 37-Jährige auf. Sie schildert: „Er hatte sich von hinten auf mich drauf gelegt und hielt mich fest. Ich sagte: Nein, bitte nein! Aber er hörte nicht auf.“ Es sei der schlimmste Moment ihres Lebens gewesen. „Wenn du realisierst: Das passiert gerade wirklich - und hast keine Chance.“

Nach der mutmaßlichen Tat in Peter R.‘s Ottobrunner Wohnung habe er sie noch zu einer Freundin in Schwabing gefahren. „Dort rief ich dann die Polizei“, sagt Maria P. Die Vorwürfe streitet Peter R. über seinen Anwalt Marc Wederhake ab. Er fordert Freispruch - die Staatsanwaltschaft hingegen drei Jahre Haft. In Kürze soll das Urteil fallen.

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