Verteidigung: Mord nicht erwiesen

Münchner an A9 getötet: Anwälte für Jugendstrafe

Dessau-Roßlau - Im Prozess um den gewaltsamen Tod eines Münchners in einem Wald an der A9 sieht die Verteidigung des jüngsten Angeklagten den Vorwurf des Mordes als nicht erwiesen an.

Die Anwälte des 22-Jährigen forderten am Mittwoch am Landgericht Dessau-Roßlau (Sachsen-Anhalt) eine Gesamtjugendstrafe von acht Jahren, wobei eine frühere Verurteilung von sechs Jahren einberechnet wäre. Der Schuldspruch müsse auf erpresserischen Menschenraub und Computerbetrug lauten. In dem Prozess müssen sich seit rund 70 Verhandlungstagen fünf Männer verantworten.

Auch die Staatsanwaltschaft war in ihrem Plädoyer vergangene Woche vom Mordvorwurf abgerückt und hatte teils lebenslange Haft wegen Raubes mit Todesfolge gefordert. Laut Anklage waren die Täter auf die Geldkarten ihres Opfers samt Geheimzahl aus.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

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