Lücke bleibt

Autobahn-Südring vom Tisch

München - Die Lücke des Münchner Autobahnrings im Süden wird nicht geschlossen. Das Projekt steht nicht auf der Vorschlagsliste für den Bundesverkehrswegeplan - viel andere schon.

Der Autobahn-Südring bleibt ein Hirngespinst. Am Dienstag strich das bayerische Kabinett den Lückenschluss im Münchner Süden aus der Liste der bayerischen Projekte, die für den nächsten Bundesverkehrswegeplan angemeldet werden. Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU), die drei damaligen CSU-Minister Georg Fahrenschon (Finanzen), Joachim Herrmann (Innen) und Markus Söder (Umwelt) sowie einige CSU-Landtagsabgeordnete hatten das Projekt schon vor einem Jahr auf Eis gelegt.

Im Oktober 2005 hatte der damalige Innenminister Günther Beckstein (CSU) das schon mal in den 70er Jahren diskutierte und 1985 vom Bundestag versenkte Projekt aus der Versenkung geholt und eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse der Studie wurden schließlich im Jahr 2010 vorgestellt.

Dabei ging es um eine 22 Kilometer lange Verbindung zwischen dem Ende der A 99 bei Freiham und der A 995 bei Taufkirchen, die bei Brunnthal auf die A 99 Ost sowie die A 8 München–Salzburg trifft. Die Untersuchung für das gescheiterte Projekt kostete über eine Million Euro.

J. Welte

Rubriklistenbild: © dpa

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