Münchner Bergführer stirbt am Everest

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Der Münchner Ralf A. (41) ist  tödlich auf dem Mount Everest verunglückt.

Mount Everest  - Er hatte sich den Spitznamen „Geheimnis-Kletterer“ erstiegen, doch jetzt ist der Münchner Ralf A. (41) tödlich auf dem Mount Everest verunglückt.

Der Softwareentwickler und Physiker war seit Samstag vermisst und starb am Second Step, einer steilen Felsstufe in 8610 Metern Höhe auf der Nordseite des welthöchsten Berges einen einsamen und eiskalten Tod.

Alleine war der erfahrene Bergführer von Camp 2 aufgestiegen, stürzte und brach sich ein Bein. „Ein unglaublich tragischer Unfall“, sagt sein ehemaliger Bergkollege Jürgen Greher (54), Kinderarzt aus Neu-Ulm, der mit A. 2011 eine Expedition an den Broad Peak, den südlichen Nachbarn des K 2, unternommen hatte. „Es ist der Albtraum schlechthin, sich in dieser Höhe ein Bein zu brechen. Ist man alleine, dann weiß man, dass niemand helfen kann, und stirbt bei vollem Bewusstsein einen harten Tod.“ Normalerweise sterben die Menschen in dieser Höhe an Höhenkrankheit oder Sauerstoffmangel und schlafen einfach ein, sagt Greher.

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In dieser Saison hat die Todeszone auf dem Himalaya gezeigt, dass sie ihren Namen zurecht trägt: Ralf A. ist das elfte Opfer. Den Grund für diese tragische Häufung sieht Greher im Wetter: „Es gab viele Höhengewitter und -stürme und deshalb nur ein kleines Zeitfenster, in dem viele Bergsteiger gleichzeitig aufstiegen“, erklärt Greher, der bereits vier Achttausender bestiegen hat. „Leider gibt es deshalb weit mehr Todesopfer als sonst.“

S. Sasse, S. Arbinger

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