Nach Anschlag in Berlin

Münchner Christkindlmärkte: „Wir geben nicht klein bei“

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Die Münchner Polizei hat die Präsenz auf den Christkindlmärkten erhöht. Auf den Christkindlmärkten herrscht trotz des Anschlags in Berlin nicht weniger Betrieb.

München - Der Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt ist Gesprächsthema auf den Christkindlmärkten in München. Trotzdem geht es weiter, sagen die Veranstalter.

Der Tag danach auf den Münchner Christkindlmärkten: Dass ein Lkw ungebremst auf den Christkindlmarkt an der Gedächtniskirche in Berlin gerast ist, hat die Veranstalter der Märkte in München tief getroffen. „Ich möchte mir gar nicht vorstellen, was es für uns bedeuten würde, wenn das hier passieren würde“, sagt Diego Ertl vom mittelalterlichen Weihnachtsmarkt am Wittelsbacher Platz im Gespräch mit unserer Onlineredaktion.

Er fühle mit den Opfern und bedauere die Situation, so der Veranstalter. Auch im Weihnachtsdorf in der Münchner Residenz ist der Anschlag in Berlin Thema. „Die Leute reden natürlich darüber“, sagt Veranstalter Eduard Rosai.

Das wollen Händler und Besucher am heutigen Dienstag auch zeigen: Sie treffen sich um 18 Uhr am Schwabinger Weihnachtsmarkt zu einer Schweigeminute für die Opfer in Berlin.

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Dennoch macht sich der Vorfall in Berlin nicht im Betrieb an den Münchner Christkindlmärkten bemerkbar. „Heute Morgen waren die Kindergärten ganz normal zu besuch“, sagt Rosai. Auch Ertl berichtet, dass die Menschen in der Mittagspause einfach an die frische Luft wollen.

Veranstalter rechnen nicht mit Besuchereinbruch

Und das sei richtig so: „Das darf kein Anlass sein, dass wir in unserer täglichen Lebensweise Einschüchterung und Verängstigung erleben“, findet der Veranstalter des Mittelaltermarkts. Er rechne bis Weihnachten nicht mit einem Besuchereinbruch und es dürfe auch nicht die Konsequenz so eines Anschlags sein, alle Märkte zu schließen. „Wir geben nicht klein bei“, sagt Rosai.

Die erhöhte Polizeipräsenz auf den Münchner Christkindlmärkten mache sich laut den Veranstaltern nicht wesentlich bemerkbar. „Wir haben die Sicherheitsvorkehrungen seit dem ersten Tag“, sagt Rosai. 

Münchens OB Dieter Reiter (SPD) hat ebenfalls Stellung zu dem Anschlag in Berlin genommen. “Ich verurteile diesen barbarischen Anschlag aufs Schärfste. Dieser brutale Akt der Gewalt macht uns alle sehr betroffen. Unsere Gedanken sind in Berlin“, schreibt er in einem Statement. Er sei in ständigem Kontakt mit der Polizei und dem bayerischen Innenministerium. Die Münchner Polizei habe die Polizeipräsenz auf den Märkten erhöht. „Trotzdem gibt es nach deren Einschätzung in München nach wie vor keine konkrete Gefährdungslage“, so Reiter.

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