Schwere Misshandlungs-Vorwürfe

Münchner DJ und das Hobby-Model: Wer sagt die Wahrheit?

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Murat A. muss sich vor dem Amtsgericht verantworten.

Schwere Vorwürfe gegen einen Münchner DJ: Er soll seine Freundin (27) mehrfach schwer misshandelt haben. Seit gestern steht er vor Gericht, muss sich wegen schwerer Körperverletzung verantworten – sowie auch wegen Bedrohung, Sachbeschädigung und Freiheitsberaubung.

München - Im Jahr 2012 hatten sich Murat A. (32, Name geändert) und das Hobby-Model kennengelernt – und verliebt. Kurz darauf zog sie zu ihm. Dann fingen die Probleme an. Im Urlaub auch Mykonos, wo der DJ einen Auftritt hatte, soll er seine Freundin so schwer verprügelt haben, dass selbst die Amtsrichterin ihr Entsetzen nicht verbergen konnte, als sie eine Aufnahme von den Verletzungen zeigte. Laut Anklage soll Murat A. seine Freundin später auch mit einem Küchenmesser bedroht und mit einer Duschstange geschlagen haben, obwohl Jana K. (26, Name geändert) bereits schwanger von ihm war. Die Staatsanwaltschaft legt ihm außerdem zur Last, dass er sie mit einem verchromten Kerzenständer attackiert haben, sie an den Haaren über den Boden gezogen und ihr büschelweise die Haare ausgerissen haben soll.

Das bestreitet Murat A. – er habe seine Freundin nie verletzt. Stattdessen sei sie eifersüchtig und jähzornig gewesen: „Ich war entsetzt, wie sie sich mir gegenüber verhält.“ Über Verteidiger Christian Bärnreuther wies A. die Vorwürfe zurück. Deshalb musste Jana K. nun aussagen. Und brach in heftige Tränen aus, als sie von den mutmaßlichen Übergriffen erzählte. „Er hat mich beleidigt, geschlagen und getreten. Aber ich habe ihm immer wieder verziehen. Ich weiß nicht, warum. Ich habe ihn so geliebt und hatte wohl auch Mitleid, weil er eine schwere Kindheit hatte.“

Hörig hätte sie angenommen, was er ihr auftrug – zum Beispiel die angebliche Lüge, dass beide einen Roller-Unfall hatten. „In Wahrheit hatte er mich vorher geprügelt. Mein Gesicht war schlimm angeschwollen.“ Tagelang habe sie mit starken Schmerzen im Bett gelegen. „So eine Brutalität habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht erfahren.“ Dennoch blieben beide in Kontakt und bekamen, ungeplant, sogar ein Kind, für das sie heute sorgt.

Vor Gericht schüttelte Murat A. über ihre Aussagen nur den Kopf – angeblich sei alles nur gelogen. Zeugen gibt es keine. Ein Rechtsgespräch blieb gestern ohne Einigung. Gegen ein Geständnis hätte Murat A. eine Bewährungsstrafe erwartet, aber er lehnte ab. Nun wird am 19. Mai weiter verhandelt. 

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