„Ein Fall von unfassbarer Dummheit“

Ex-OB Christian Ude stürzt von Bühne - Krankenhaus

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Ex-Oberbürgermeister Christian Ude ist von einer Bühne gestürzt und hat sich dabei verletzt.

München - Aus lauter Neugier ist der frühere Münchner Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) von einer Kulturhausbühne gestürzt und hat eine Nacht im Krankenhaus verbracht.

Er wollte bloß schauen, ob jemand im Publik sitzt, den er auf der Bühne ausrichten könnte – und trat dabei ins Leere. Am Sonntag stürzte Alt-Oberbürgermeister Christian Ude (68, SPD) bei seinem Auftritt mit seinem Double Uli Bauer als Der Doppelte Ude im Kulturhaus Milbertshofen von der Bühne. Bis Dienstag wurde er im städtischen Klinikum Bogenhausen behandelt.

Wie konnte das passieren? Als Ude am Sonntag hinter dem verschlossenen Vorhang auf der Bühne stand, wollte er kurz vor Beginn des Auftrittes ins Publikum schauen. Es hätte ja sein können, dass jemand da ist, den er kennt: „Ich mache dann gern Anspielungen.“ Doch kleine Sünden bestraft der Herrgott manchmal schon, bevor sie überhaupt begangen wurden. Ude: „Es war stockdunkel – und so sah ich nicht, dass ich schon am Abgrund stehe …“ Einen Meter geht es an der Bühne runter. Und schon fiel der Ex-OB der Länge nach in die Tiefe. „Ich hatte zunächst gar keine Schmerzen“, berichtet er der tz. Und so bestritt er die erste Hälfte seines dreistündigen Auftritts noch im Stehen. „Erst in der Pause wurden mir die Schmerzen bewusst.“ Doch Ude absolvierte auch noch die zweite Hälfte, allerdings im Sitzen auf einem Stuhl. Danach ließ er sich nach Hause chauffieren im Glauben, es sei nichts Schlimmes. Doch die Schmerzen nahmen bis zum Morgen zu, so dass Ude sich am Montag ins Krankenhaus bringen ließ. „Ich wusste nicht, ob ich mir doch etwas gebrochen habe“, so Ude. „Allerdings dachte ich mir, ich hätte dann vor Schmerzen nicht mehr stehen können.“ Die Diagnose dann: Prellungen und Muskelfaserrisse. „Ich musste jetzt für eine Woche erst mal alle Termine absagen“, so Ude. Sein Bühnen-Partner Bauer witzelte: „Ude ist der einzige Politiker, der nicht gestürzt werden kann, weil er sich selber in den Abgrund stürzt.“

Ude musste im Krankenhaus Physiotherapie machen. Er läuft mit Krücken, doch er witzelt schon wieder: „Das ist ein eindeutiges Zeichen dafür, dass ich größere Bühnen brauche.“ Dem kann entsprochen werden: Am 12. Dezember tritt Ude mit Blechschaden im Gasteig auf.

J. Welte

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