Münchner Familie bangt um Rukija

"Bitte helft, sonst stirbt meine Schwester"

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Samira (l.) mit ihrer Schwester ­Rukija

München - Samira Bekric kann mit der Angst um ihre Schwester nicht mehr hinter dem Berg halten. Rukija hat Leukämie. Eigentlich könnte ihr Samira helfen – wenn nicht das verflixte Geld wäre …

Es sind Worte ganz tief aus dem Herzen. „Ich würde meine Schwester so gern in den Arm nehmen und sie wieder gesund sehen.“ Eine Träne fließt über ihre Wangen. Samira Bekric (36) kann mit der Angst um ihre Schwester nicht mehr hinter dem Berg halten. Rukija (47) hat Leukämie. Eigentlich könnte ihr Samira helfen – wenn nicht das verflixte Geld wäre … Jetzt hofft die Familie auf Spenden, um Rukijas Leben zu retten.

Samira lebt mit ihren Eltern Halid (73) und Muslija (67) in München. Der Papa kam 1969 als Gastarbeiter hierher, zunächst bei Krauss-Maffei, dann auf dem Bau. Er half seiner Frau bis vor zwei Jahren beim Putzen im Pressehaus Bayerstraße. Rukija kam 1992 mit Mutter und Schwester als Bürgerkriegs-Flüchtling nach München, kehrte später nach Bosnien zurück. Alles schien gut zu werden, bis ihre Füße aus unerklärlichen Gründen anschwollen. Sie ging ins Krankenhaus und bekam die Diagnose: Leukämie!

Die Familie legte alle Ersparnisse zusammen, um Medikamente zu bezahlen. Samira: „Es ist alles weg.“ In Bosnien gibt es keine Krankenkasse, die für die Zytostatika (siehe unten) zahlt. Rukija kam auch auf die Liste für Knochenmarks-Empfänger. Nur eine Transplantation kann langfrsitig helfen. Zwar passt Samiras Knochenmark zu Rukijas, aber: Vor dem Eingriff braucht Rukija Infusionen, die das alte Knochenmark zersetzen. Samira: „Erst seit einer Woche weiß ich, dass wir das selbst bezahlen müssen.“ Eine Packung à 3300 Euro enthält acht Infusionen, Rukija braucht 17 Infusionen! Die Münchner Klösterl-Apotheke von Johannes Zeise-Wallbrecher wird behilflich sein. Dennoch weiß die Familie nicht, wie sie das Geld aufbringen soll. Ihr Spenden-Appell: „Helft uns, sonst kann meine Schwester nicht überleben!“

Konto 97 39 20, Münchner Bank, BLZ 701 900 00, Verwendungszweck „Spende für Rukija“.

Johannes Welte

Leukämie

Mitunter auch als Blutkrebs bezeichnet, stört Leukämie die Blutbildung. Der Körper hat bald zu wenig rote und zu wenig funktionsfähige weiße Blutkörperchen. Zur medikamentösen Behandlung gehören die so genannten Zytostatika: Das sind Medikamente, die das Wachstum von Krebszellen hemmen. Ein weiterer Therapie-Ansatz ist die Transplantation von Knochenmark beziehungsweise Stammzellen. Ähnlich wie bei einer Blut-Transfusion braucht man einen passenden Spender.

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