Nach ADAC-Kritik

Busspuren-Plan: Weitere Befürworter melden sich

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Die MVG will neue Busspuren einrichten - der ADAC kritisiert das. Doch nun melden sich weitere Befürworter.

Um die Ziele des Luftreinhalteplans zu erreichen, hat die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) die Einrichtung neuer Busspuren vorgeschlagen. Hintergrund: Weil Busse dadurch weniger im Stau stehen, wird dieses öffentliche Verkehrsmittel für Nutzer attraktiver. Der ADAC hatte kritisiert, dies gehe zu Lasten der Autofahrer. Matthias Hintzen vom Arbeitskreis Attraktiver Nahverkehr (AAN) im Münchner Forum nun ärgert die ADAC-Schelte: „Wer gegen Busspuren ist, ist für schlechte Luft.“ Da sich Busspuren im Gegensatz zu U-Bahnen relativ schnell bauen ließen, sollte der Vorschlag der MVG rasch umgesetzt werden, meint Hintzen. Autofahrern müsse der Umstieg auf den ÖPNV durch ein attraktives Angebot schmackhaft gemacht werden. Dies komme letztlich der Luft zugute. Der AAN: „Wenn weniger Auto gefahren wird, reicht der Platz auf den Straßen für die verbliebenen Pkw aus.“

Sebastian Roloff, Bundestagskandidat der SPD im Münchner Süden, befürwortet unterdessen die Pläne der MVG für eine Busspur auf der Brudermühlbrücke. Diese steht auf der Prioritätenliste der MVG ganz oben. Gleichwohl fordert Roloff, Rücksicht auf die angrenzenden Straßen zu nehmen. „Insbesondere an der Kreuzung zur Implerstraße muss man die Spuren für Autos und Bus vernünftig planen“, sagt Roloff. „Wenn die Verkehrsplaner sich hier vertun, haben wir Chaos beim Einfädeln und eine neue Staufalle in Sendling.“ Das dürfe nicht passieren. Grundsätzlich befürwortet Roloff Verbesserungen bei öffentlichen Verkehrsmitteln: „Ein Bus mit eigener Spur steht nicht im Stau und wird viele Münchner dazu bewegen, auf das Auto zu verzichten.“

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