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Münchner Freibäder werden teurer

München - Vor der diesjährigen Badesaison kommt erst einmal die kalte Dusche: Die Stadtwerke haben zum 1. Mai eine Preiserhöhung angekündigt.

Insgesamt aber sind die Aufpreise noch moderat. Sie bewegen sich zumeist im Bereich von 10 oder 20 Cent, in den Saunen sind es 30 Cent. So wird der Eintritt ins Nordbad von 4 auf 4,20 Euro steigen. Das Michaelibad gibt es nur noch für 4,70 Euro (vorher 4,60 Euro). Die im Sommer wichtigste Erhöhung: In den Freibädern steigt der Preis von 3,60 auf 3,70 Euro. Für Kinder und Jugendliche (6 bis 14) bleibt der Eintritt unverändert bei 2,70 Euro. Kinder unter sechs Jahren haben in Begleitung Erwachsener auch weiterhin freien Eintritt in die Hallen- und Freibäder der Stadtwerke.

Wer sich gern in der Nähe des Siedepunkts aufhält, kann das künftig ohne Zeitbegrenzung tun. Die SWM haben die Zeitbegrenzung – allerdings nur in der Sommersaison – in all ihren Saunen aufgehoben. Im Südbad entfällt die Zeitbegrenzung auch beim Schwimmen. Neuer Sauna-Preis im Dante- oder Nordbad: 14,90 Euro statt 14,60 Euro.

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In ihrem Vergleich mit den Bäderpreisen anderer Großstädte unterstreichen die Stadtwerke gern, zu den billigsten Anbietern zu gehören. Nur Düsseldorf ist dabei durchweg günstiger. Hier Vergleiche, die nicht von den Stadtwerken herangezogen wurden. Nürnberg bietet die Sauna schon für 11,50 Euro an. Der Besuch im Hallen- oder Freibad kostet in der Frankenmetropole 3,90 Euro. Augsburg gewährt in den Hallen den Zutritt für 3,70 Euro, in den Freibädern sind 2,60 bis 3,70 Euro zu entrichten. Allerdings sind Vergleiche auf diesem Feld nur bedingt aussagekräftig, weil Spaßbad-Ausstattungen und andere Qualitätsmerkmale nur schwer objektiv zu bewerten sind. Die individuellen Ansprüche der Badegäste sind kaum unter einen Hut zu bringen.

Zur Begründung ihrer Preiserhöhung führen die Stadtwerke, ein Tochterunternehmen der Stadt München, „gestiegene Betriebskosten“ an. Zahlen gibt es dazu nicht. Es heißt lediglich, das Defizit bei den M-Bädern solle im zweistelligen Millionen-Bereich begrenzt werden.

Wie schon bisher gibt es eine verwirrende Vielfalt von Ermäßigungen. Mehrfach-Tickets machen die Wasser-„Biotope“ billiger. Eine Schlüsselrolle spielt vor allem die sogenannte M-Card der Stadtwerke, eine aufladbare Geldkarte, die Rabatte in verschiedener Höhe ermöglicht. Bei einem Kontostand von wenigstens 25 Euro wird jeder Eintritt um zehn Prozent ermäßigt. Sind beim Auslesen der M-Card an der Kasse mehr als 200 Euro geladen, werden sämtliche Preise um 20 Prozent vermindert. Wer sich die Zeit frei einteilen kann, bekommt als Spät- und Frühschwimmer oder als Spätgast in der Sauna Extra-Rabatte.

In den beiden letzten Jahrzehnten hat das Unternehmen rund 140 Millionen Euro investiert, um die Qualität der städtischen Bäder aufzuwerten.

Von Eberhard Geiger

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