Münchner halfen bei Schlag gegen Kinderporno-Ring

München/Washington - An der Zerschlagung eines internationalen Kinderporno-Rings waren auch Münchner Ermittler beteiligt.

Das bestätigte eine Sprecherin der Münchner Staatsanwaltschaft. Ob es auch in der bayerischen Landeshauptstadt Festnahmen gegeben habe, wollte sie aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen. Nur soviel: “Wir bestätigen, dass es bei uns hier Ermittlungen gab. Wir sind grundsätzlich zuständig, wenn ein Tatort in unseren Bereich fällt.“

Den USA war es gemeinsam mit ausländischen Behörden gelungen, einen internationalen Kinderporno-Ring zu zerschlagen. Wie das Justizministerium in Washington mitteilte, wurden inzwischen 72 Mitglieder des Netzwerkes angeklagt, das sich online zu dem privaten Club “Dreamboard“ zusammengeschlossen hatte.

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Schlag gegen Kinderporno-Ring

Die Mitglieder des Clubs tauschten Bilder und Videos mit sexuellen Attacken gegen Kinder aus. In vielen Fällen hätten sie das Material selbst produziert und seien auch selbst auf den Bildern zu sehen gewesen. Die jüngsten Opfer waren Babys, andere hatten gerade mal das Laufen gelernt. Viele Kinder hätten sichtlich auch physisch Schmerzen erlitten und geweint. Justizminister Eric Holder sprach von einem “Alptraum“.

Den Washingtoner Angaben zufolge kam es auch im Ausland zu 13 Festnahmen - darunter in Deutschland. Die bereits 2009 begonnene “Operation Delego“ war demnach die bisher größte internationale Aktion gegen Kinderpornografie. 52 der 72 Angeklagten wurden der Mitteilung zufolge inzwischen in den USA und in Übersee festgenommen, nach 20 wird noch gefahndet.

dpa

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