In der Innenstadt

Bettelmönche verteilen Plaketten für ein Almosen

Sieht nach Gold aus, ist aber Plastik. Solche Plaketten verteilen die Bettelmönche, dafür wollen sie ein Almosen. Foto: Haag

München - Chinesen verteilen in der Innenstadt Friedens-Plaketten für ein Almosen. Die Bettelmönche sind aber ungefährlich.

Sie tragen orangefarbene Kutten, bieten Passanten in der Innenstadt golden glitzernde Plastikplaketten an, die ein friedvolles Leben versprechen – und wollen dafür Geld. In München sind derzeit Bettelmönche unterwegs.

Seit längerem sind die Mönche schon auf den Straßen zu sehen, seit diesem Jahr vermehrt, wie die Münchner Polizei auf Anfrage bestätigt. „Sie sind meistens alleine unterwegs. Es handelt sich hauptsächlich um Chinesen, die kaum Deutsch, meist nur Mandarin sprechen“, sagt ein Polizei-Sprecher. Und: „Wir schreiten regelmäßig gegen Mitglieder ein.“ Denn laut Altstadtsatzung ist aggressives Betteln, bei dem man den anderen zum Stehenbleiben zwingt oder ihn direkt anspricht, verboten. In der Fußgängerzone ist das Betteln überhaupt nicht erlaubt.

Zu befürchten hat man von den Mönchen aber offenbar nichts. „Es handelt sich wohl nicht um Betrüger – die Männer gehören wirklich einem chinesischen Bettelorden an“, heißt es von Seiten der Münchner Polizei. Die Mitglieder des Bettelordens hätten sich in der Regel der Armut derartig verpflichtet, dass sie ihren Lebensunterhalt allein durch Spenden, Schenkungen, Arbeit oder Betteln bestreiten.

Andrea Steiler

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