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Münchner Kinder an die Macht: Grüne und SPD wollen Jugendrathaus einrichten - „Rahmen für Mitbestimmung“

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Von: Sascha Karowski

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In anderen Bundesländern, wie hier in Sachsen-Anhalt, gibt es bereits landesweite Jugendparlamente.
In anderen Bundesländern, wie hier in Sachsen-Anhalt, gibt es bereits landesweite Jugendparlamente. München will nachbessern. © Klaus-Dietmar Gabbert

Junge Münchner sollen mehr an kommunalpolitischen Entscheidungen teilhaben. Daher fordern Grüne und SPD ein Kinder- und Jugendrathaus, das direkt bei Bürgermeisterin Verena Dietl angedockt ist.

München - Einen Kindergarten gibt es im Münchner Rathaus bereits – zumindest bisweilen an Sitzungstagen. Nun wollen Grüne und SPD aber echten Kindern und Jugendlichen mehr Gehör verschaffen – mit einem Kinder- und Jugendrathaus. Dazu soll eine Stelle geschaffen werden, die unmittelbar ans Büro von Bürgermeisterin Verena Dietl (SPD) angegliedert wird.

München soll ein Kinder- und Jugendrathaus bekommen: Junge Erwachsene besser beteiligen

Kinder und Jugendliche haben in München bereits jetzt viele Möglichkeiten, ihre Interessen in die Politik einzubringen. Ebenso gibt es verschiedene Anlaufstellen für die Bedürfnisse und Sorgen der jungen Menschen. Die Stadt will aber die Teilhabe junger Menschen weiter ausbauen und verbessern. Dafür gab es verschiedene Initiativen. So hatten Linke und Partei im Stadtrat im Sommer vorigen Jahres einen Jugendbeirat eingefordert, nachdem sich bei einer Online-Befragung ein Großteil der teilnehmenden Kinder und Jugendlichen mehr politische Partizipation gewünscht hatten. Grüne und SPD hatten im Herbst spezielle Versammlungen für Kinder und Jugendliche in den Stadtteilen beantragt.

„Wünsche für Spiel- und Sportstätten im Viertel, der beste Umgang mit kommunalen Themen aus Sicht junger Menschen oder die Stärkung demokratischer Strukturen in Bildungs- und Freizeitstätten – Kinder und Jugendliche haben oft genaue Vorstellungen davon, wie sie ihr Lebensumfeld gestalten und verbessern wollen“, sagt SPD-Stadträtin Lena Odell. „Mit dem Kinder- und Jugendrathaus im Direktorium schaffen wir neue und effizientere Rahmenbedingungen für die Mitbestimmung junger Menschen.“, sagt Grünen-Stadträtin Marion Lüttig.

München soll ein Kinder- und Jugendrathaus bekommen: „Höheren Stellenwert verleihen“

Die direkte Anbindung an die Stadtspitze zeige, dass die Stadt der Kinder- und Jugendpartizipation einen höheren Stellenwert verleihen will und sei gleichzeitig der Garant dafür, dass junge Menschen mit ihren Wünschen einen direkten Zugang zu den Entscheidungsprozessen erhalten.

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