Münchner Kinderärztin bekommt das Bundesverdienstkreuz

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Dr. Ursel Lindlbauer-­Eisenach (68) liebt ihre Arbeit als Kinderärztin

München - Dr. Ursel Lindlbauer-Eisenach ist für ihre Leistungen mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden.

"Ich werde Kinderärztin!“ Das wusste die kleine Ursel bereits, als sie fünf Jahre alt war – wie die Mama wollte sie kleinen Kindern helfen. Heute wurde Dr. Ursel Lindlbauer-Eisenach für ihre Leistungen mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

„Das ist eine wunderschöne Ehre für meine Arbeit. Da weiß man, dass man nicht umsonst gearbeitet hat“, freut sich die Münchnerin über den Orden, den ihr Dr. Marcel Huber verlieh. „Mit ihren ­Anregungen zur Weiterentwicklung des Impfkalenders für Säuglinge, Kinder und Jugendliche sowie zu den hier eingesetzten Impfungen und Impfstoffen hat sie einen wesentlichen Beitrag geleistet“, sagte Huber in der Laudatio.

Seit 1975 behandelt die engagierte Ärztin Kinder in ihrer Praxis in Obermenzing. Maßgeblich beteiligt war sie bei der Durchführung und Entwicklung von Schutzimpfungen. Außerdem engagierte sich die Medizinerin bei der Einführung des Neugeborenen-Hörscreenings und des Münchner Modells zur Früherkennung von Sehstörungen. Neben ihren vielen Ehrenämtern war sie intensiv für die Fortbildung von Kinderätzen zuständig – für ihre Arbeit erhielt Lindlbauer-Eisenach bereits mehrere Preise.

„Ich liebe meine Arbeit! Es ist erfüllend, so nah an der Entwicklung von Kindern dran zu sein und ihnen sowie den Eltern helfen zu können“, schwärmt Lindlbauer-Eisenach. Ihre Praxis übergab sie 2007 an einen Kollegen. Dennoch arbeitet sie täglich mit, den Kontakt zu ihren kleinen Patienten will sie nicht aufgeben. Viele ihrer ehemaligen Patienten kommen heute mit ihren Kindern zu ihr. Andere sind ihr noch immer für ihre Verdienste vor vielen Jahren dankbar: „An Weihnachten bekam ich eine Karte von Eltern, deren schwerkranken Jungen ich vor 20 Jahren betreut habe.“

Das Geheimnis ihres Erfolges? Ihre Familie. „Alle müssen mitziehen, sonst hätte ich nicht mit so viel Leidenschaft forschen und entwickeln können.“

C.L.

Weitere Preisträger

Für seine Verdienste um die Homöopathie wurde Dr. Wolfgang Springer mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Der Arzt aus Feldafing ist Gründungsmitglied der Hahnemann-Gesellschaft für Homöopathie. Gernot Vallentin, Architekt aus Dorfen, erhielt die Auszeichnung für die Planung von Passivhäusern mit niedrigem Energiebedarf. Der ehemalige Leiter des Landschulheims Marquartstein, Hans Schwab, engagiert sich auch nach seiner Pensionierung noch für das Projekt „Schule und Handwerk“ und wurde dafür vom Gesundheitsminister geehrt. Dieser verlieh das Verdienstkreuz auch an Dr. Eberhard Paul, weil er als Chef der Nürnberger Hautklinik neue Therapiemethoden entwickelte. Dr. Joachim Haas wurde für seine Verdienste als Leiter des labortechnischen Instituts in Kempten und Ausbilder des medizinisch-technischen Nachwuchses geehrt.

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