Münchner Mietpreise doppelt so hoch 

München - Wenn es noch eines Beweises bedurfte, so gibt es diesen jetzt Schwarz auf Weiß: München hat bundesweit die höchsten Mietpreise.

Nirgendwo ist das Preis- und Mietniveau für Immobilien so hoch wie im Freistaat Bayern. Diese Tatsache wird erneut bewiesen, diesmal durch eine Untersuchung des Instituts Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt (F+B).

Demnach müssen Menschen im Landkreis München für ihre Wohnungen und Häuser mehr als doppelt so viel hinblättern wie im Bundesschnitt. Für die Studie hat F+B die Preisentwicklung von Eigentumswohnungen, Ein- und Zweifamilienhäusern sowie Doppel- und Reihenhäusern ausgewertet.

Die Münchner Au: Ein Dorf mitten in der Stadt!

Am Giesinger Berg, wo's raufgeht nach Giesing, da endet eines der ursprünglichsten Stadtviertel Münchens: Die Au! Wir stellen Ihnen die ehemalige Arbeitervorstadt mal ein bisschen genauer vor. © gs
Die Au umfasst ein Areal von etwa 158 ha (1.580.000 m2 = 1,58 km2) und gliedert sich in die untere und obere Au. Sie liegt auf der östlichen Flussniederung und auf der Isarhochterrasse. Die Hangkante am Nockherberg ist ca. 15 m hoch. © gs
Die Au wurde vom 2. Weltkrieg hart getroffen: 64 Auer kamen dabei ums Leben, 80 Prozent der Bausubstanz wurden zerstört. Nur noch ein Fünftel des heutigen Wohnungsbestandes in der Au stammt aus der Zeit vor 1919. © gs
Dennoch stehen in der Au noch viele alte Häuser ... © gs
... wie zum Beispiel hier in der Nockherstraße, direkt unterhalb des Nockherbergs. © gs
Der Strukturwandel von der ehemaligen Arbeitervorstadt zum begehrten Randgebiet der City ist in der Au allerdings weniger stark ausgeprägt als in anderen Stadtteilen. © gs
Dennoch werden auch hier immer mehr Altbauwohnungen (hier zu sehen die Taubenstraße) "aufgepimpt" und zu Wucherpreisen verkauft oder vermietet. © gs
Die Humboldtstraße markiert die südliche Grenze der Au nach Untergiesing und ist zugleich wichtige Verkehrsachse zwischen der Innenstadt und den Stadtteilen hinter Giesing. © gs
Blick von der Ohlmüllerstraße in Richtung Nockherberg/Salvatorkeller. Der liegt in der Hochstraße und damit an der Grenze zwischen der Au und Haidhausen. © gs
Erstmals wurde die Au (im Bild die Sommerstraße) am 12. Dezember 1340 urkundlich erwähnt. © gs
Im 19. Jahrhundert erlebte die Münchner Vorstadt dann einen regelrechten Boom, als sich innerhalb von 100 Jahren die Einwohnerzahl verdreifachte. Am 1. Oktober 1854 erfolgte die Eingemeindung nach München. © gs
In der Eduard-Schmid-Straße steht noch heute die 1904 von Hans Grässel gebaute Ölbergkapelle. © gs
Neben der Wittelsbacherbrücke führt mit der Reichenbachbrücke eine weitere Isarüberquerung von der Innenstadt in die Au und führt direkt in die Ohlmüllerstraße (Bild). Dort gibt es gerade einmal 33 Hausnummern. © gs
Der Bereiteranger. Verkehrsberuhigtes Wohnen ganz nah an der Isar. © gs
Neurenaissance im Bereiteranger. © gs
Eines der Wahrzeichen der Au ist die Maria-Hilf-Kirche. © gs
Sie wurde 1831 bis 1839 von Joseph Daniel Ohlmüller begonnen und von Georg Friedrich Ziebland fertiggestellt. © gs
Im Zweiten Weltkrieg wurde die Mariahilfkirche bis auf die Außenmauern zerstört, nur der Turm hielt stand. 1951/52 erfolgte der etwas vereinfachte Wiederaufbau durch Hans Döllgast. 1953 wurde die Kirche wieder eingeweiht. © gs
Bis heute hat sich in der Au ein Stück traditioneller Alltagskultur gehalten: die Auer Dulten. Die Jahrmärkte finden nach wie vor dreimal im Jahr hier auf dem Mariahilfplatz statt. Von Geschirr über Antiquitäten bis Trödel ist in den Buden unterhalb der Mariahilfkirche alles Mögliche zu finden. © gs
Am Neudeck stand bis 1905 ein Jagdschlösschen, das Herzog Wilhelm V. um 1600 hatte erbauen lassen. Anfang des 20. Jahrhunderts fanden hier grundlegende Umgestaltungen statt. Der Nockherberg wurde neu angelegt und für den Trambahnbetrieb verbreitert; das unterhalb gelegene Schlösschen und die dazugehörigen Bauten wurden abgerissen. © gs
Gegenüber entstanden die für den Frauen- und Jugendarrest genutzten Strafanstalten (Am Neudeck 10 und 12). An gleicher Stelle errichteten 1627 Paulanermönche ein Kloster. Sie wirkten 172 Jahre lang als Seelsorger und Helfer der Armen. Als das Kloster 1799 aufgelassen wurde, nutzte man es noch von 1800 bis 1801 als Feldspital, bevor es zum Zuchthaus München-Au avancierte. © gs
Der Freistaat Bayern beabsichtigt nun, das staatseigene Anwesen zum Verkauf auszuschreiben. Die weitere Nutzung des denkmalgeschützten Gebäudes ist deshalb noch ungewiss. © gs
Auch das Gebäude der Polizeiinspektion (Am Neudeck 1) stammt aus der Zeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts. © gs
Es fungierte bis 1985 als Landesimpfanstalt. © gs
Im Zuge der Baumaßnahmen nach der Jahrhundertwende wurde der Auer Mühlbach am Neudeck überwölbt, vor kurzem wieder freigelegt und als "stadträumliches Element" entdeckt. © gs
Als kreisfreie Landeshauptstadt hat München dennoch ein Landratsamt - und zwar ebenfalls Am Neudeck. Es steht, wie auch die Strafanstalt, auf dem ehemaligen Gelände des Paulanerklosters. © gs
Eine Besonderheit des Stadtbezirks waren die zahlreichen hier ansässigen Brauereien, die an der Terrassenkante ideale Standorte für Tiefbrunnen und Lagerkeller vorfanden. Von diesen Brauereien produziert heute nur noch die Paulaner-Brauerei in der Au. Hier der Blick am Nockherberg. © gs
Hier das Gebäude von der Falkenstraße aus gesehen. Die älteste Urkunde der Paulaner-Brauerei stammt aus dem Jahr 1634. Damals brauten die Paulanermönche kräftiges Bier, dessen überschüssige Reste an die Armen verschenkt wurden. Ab 1780 durften die Mönche uneingeschränkt Bier ausschenken. Allerdings ist damit bald Schluss: Paulaner gab bekannt, nach Langwied zu ziehen. Auf dem Areal der Brauerei werden wohl teure Apartments entstehen. © gs
Unterhalb der Brauerei fließt der Auer Mühlbach, der sich dann ... © gs
... entlang einer der schönsten Münchner Straßen schlängelt: Die Quellenstraße. © gs
Hier standen an der mit Wasserquellen durchsiebten Hangkante im 19. Jahrhundert zahlreiche morsche Holzhütten, heute ist nur noch die Westseite des Baches bewohnt. © gs
Im Jahr 1942 wurde an der Quellenstraße ein Luftschutzbunker gebaut. Heute ist hier die Tanz- und Musikschule untergebracht. © gs
Der die Quellenstraße kreuzende Kegelhof am Auer Mühlbach ist nach dem ehemaligen Kögelhof am selben Ort benannt. Hier stand früher eine Papiermühle, die heute umgebaut als Jugendtreff genutzt wird. © gs
Der ungewöhnliche Straßenname Am Herrgottseck hat seinen Ursprung in den früher an den Hauswänden angebrachten Kruizfixe. © gs
Gleich hinter dem Herrgottseck ist die Franz-Prüller-Sraße. Hier fühlt man sich wie nach einer Zeitreise ins 19. Jahrhundert. Dort reiht sich ein Herbergshäuschen an das nächste. © gs
Die Bewohner der Herbergen damals waren Tagelöhner, kleine Handwerker oder Krämer. Mit herzoglichem Privileg arbeiteten die "Haderlumper", die die gesammelten Stoffreste bei der Papiermühle am Kegelhof ablieferten. © gs
Blick von der Franz-Prüller-Straße Richtung Am Wageck. © gs
Auch solch nette Straßennamen gibt es in der Au. An dieser Stelle soll ein zu Ehren des heiligen Kreuzes erbautes und 1466 geweihtes Kirchlein gestanden haben. © gs
Ein Markenzeichen: Das Wirtshaus in der Au in der Liliensraße. Mitte des 19. Jahrhunderts stand hier erstmals eine Braustätte mit dem Namen "Schmuckerbräu". 1858 wurde der Brauereibetrieb eingestellt und nur die Wirtschaft fortgeführt. Später wurde das Gebäude abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Im Oktober 1901 wurde in den Räumlichkeiten des heutigen Wirtshaus in der Au erstmals Bier ausgeschenkt. © gs
Der 1848 von Ludwig Schwanthaler entworfene Augia-Brunnen am Paulanerplatz/Ecke Lilienstraße. © gs
Die Wegeverbindung zwischen der Franz-Prüller-Straße und der Quellenstraße wird seit Januar 2009 nach Schwester Josefa Imma Mack benannt. Die Ordensschwester der Kongregation der Armen Schulschwestern von Unserer Lieben frau versorgte unter Einsatz ihres Lebens zwischen 1944 und 1945 hunderte Insassen des KZ in Dachau. Außerdem schmuggelte sie Briefe in und aus dem KZ und ermöglichte es so den Insassen, Kontakt mit deren Angehörigen zu halten. © gs
Eines der berühmtesten Kinder der Au ist Karl Valentin. Der große Komiker wurde in der Zeppelinsraße 41 geboren. © gs
Eine Gedenktafel erinnert noch heute daran. © gs
Die Schweigerstraße führt von der Corneliusbrücke in die Au. © gs
Hier prägen vor allem moderne Bauten die Szenerie. Nicht immer schön, aber dafür sonnig. © gs
Am Feuerbächl wurde 1806 ein unterirdischer Abwasserkanal gebaut. © gs
Und noch heute verläuft die Kanalisation unterirdisch - ein Glück. © gs
Die Ohlmüllerstraße dient als viel genutzte Tramverbindung zwischen Innenstadt und Giesing. © gs
Diese Fassade in der Ohlmüllerstraße hat sicher auch schon bessere Tage gesehen. Aber irgendwie hat Altes und Heruntergekommenes ja auch seinen Charme ... © gs
Marienstatuen hinter Glasscheiben ... © gs
... sieht man auch in der Au an vielen Häusern. © gs
Das nördliche Ende der Au bildet das Ende der Lilienstraße. Auch dort stehen noch einige alte Herbergsanwesen. © gs
Am Rosenheimer Berg mit dem Müllerschen Volksbad und dem Gasteig (rechts, nicht im Bild) beginnt dann Haidhausen. Bis in die 90er Jahre war die Lilienstraße eine wichtige Verbindung in die Innenstadt. Heute übernehmen Humboldt- und Ohlmüllerstraße diese Funktion von der Au in die Innenstadt. © gs

Gewofag: Projekt in Ramersdorf

Unterdessen beginnt die städtische Wohnungsbaugesellschaft Gewofag jetzt mit einer umfassenden Quartiersentwicklung in Ramersdorf. Dazu wurde ein Wettbewerb unter dem Titel „Familien zurück in die Stadt“ ausgelobt. Ab Februar werden die Wohnungen an der Ayinger Straße energetisch überholt. An der Rupertigaustraße werden 130 Wohnungen in drei Gebäudezeilen durch Neubauten ersetzt. 117 Mietparteien aus diesen Wohnungen haben eine Kündigung erhalten und bekommen Ersatzwohnungen angeboten sowie Hilfe beim Umzug. 13 Wohnungen stehen bereits leer. Kosten des Projekts: 30 Millionen Euro.

Ein Spaziergang durch die Maxvorstadt

Die Maxvorstadt gehört zu den größten Stadtbezirken in München. Fälschlicherweise wird ein großer Teil der zwischen 1805 und 1810 vom ersten bayerischen König Maximilian I. als Stadterweiterung angelegten Maxvorstadt oft für Schwabing gehalten. Übrigens ist die Maxvorstadt mit einem Durchschnittsalter von 38,7 Jahren der jüngste Münchner Stadtteil. © google maps
Doch Odeonsplatz, Schellingstraße und das Siegestor gehören zur Maxvorstadt. Wir nehmen Sie mit auf eine Rundreise durch den schönen Münchner Stadtteil. © gs
Was viele nicht wissen: Die parallel zum Englischen Garten verlaufende Königinstraße mit der medizinischen Kleintierklinik an der Veterinärstraße ist der östlichste Teil der Maxvorstadt. © gs
Das nördliche Ende markiert die gesamte Georgenstraße. © gs
Westliches Ende der Maxvorstadt ist das Marsfeld, hier der Blick auf die Arnulfstraße in Richtung Innenstadt. © gs
Im Süden grenzt der Alte Botanische Garten die Maxvorstadt von der Isarvorstadt ab. © Kurzendörfer
Die Feldherrnhalle - eines der bedeutendsten Bauwerke in der Maxvorstadt. Sie wurde 1841 bis 1844 durch den großen Architekten Friedrich von Gärtner im Auftrag von König Ludwig I. nach dem Vorbild der Loggia dei Lanzi in Florenz erbaut. © gs
Zuvor stand auf diesem Platz das "Schwabinger" Tor als eines der fünf Münchner Stadttore. Das Tor wurde im Zuge der Arbeiten an der Feldherrnhalle abgerissen. © gs
Einer der beiden Löwen in der Feldherrnhalle ist einer Überlieferung nach bayerischen, der andere preußischen Ursprungs. Unterscheiden soll man die beiden Löwen deshalb, weil der preußische Löwe das Maul offen hat. Das soll eine grantige Anspielung auf die Gesprächigkeit der norddeutschen "Schnacker" sein ... © gs
Politisch und historisch betrachtet war die Feldherrnhalle Schauplatz denkwürdiger Geschehnisse. So endete hier beispielsweise der Hitlerputsch im Jahre 1923. Im Jahr 1962 hielt der französische Ministerpräsident Charles de Gaulle hier eine Rede, die einen großen Anteil an der Annäherung zwischen Deutschland und Frankreich hatte. In der jüngeren Vergangenheit fanden hier die beeindruckenden Feierlichkeiten zur 850-Jahr-Feier der Stadt München im Jahr 2008 statt. © gs
In unmittelbarer Nachbarschaft der Feldherrnhalle befindet sich die Theatinerkirche mit ihrem berühmten ockerfarbenen Anstrich. Eigentlich heißt die katholische Stiftskirche St. Kajetan. © gs
Die Kirche gehört zu den ältesten Gebäuden Münchens: Sie wurde 1675 eingeweiht. © gs
Das Siegstor trennt die Ludwig- von der Leopoldstraße. Es wurde zwischen 1843 und 1852 von Friedrich von Gärtner errichtet. Die Inschrift "Dem Sieg geweiht, vom Krieg zerstört, zum Frieden mahnend" wurde hinzugefügt, als das im Krieg schwer beschädigte Siegestor vereinfacht wieder aufgebaut wurde. © gs
Die Ludwigsstraße wurde einst als Prachtstraße angelegt - heute wird der Boulevard vom Straßenverkehr dominiert. © gs
Prachtvolle Gebäude wie die Bayerische Staatsbibliothek findet man an der Ludwigstraße zuhauf. © gs
Die Ludwigskirche wurde von König Ludwig I. in erster Linie deshalb geplant, um an den Beginn der damaligen Löwenstraße (heute Schellingstraße) einen prachtvollen Monumentalbau zu platzieren. Nach über 15-jähriger Bauzeit mit zahlreichen Ärgernissen, Baustopps und persönlichen Eitelkeiten wurde die Kirche 1844 endlich eingeweiht. © gs
Rückansicht der Türme der Ludwigskirche - betrachtet aus einem Innenhof in der Königinstraße. © gs
Obwohl im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, beschlagnahmte die US-amerikanische Besatzungsmacht das Gebäude 1945 und machte die Ludwigskirche bis 1949 zur Garnisionskirche. © gs
Ein Blick in die Schellingstraße in Westrichtung. Im vorderen Teil bilden Gebäude der LMU den Schwerpunkt der Szenerie. Erst weiter hinten folgt die Schellingstraße als Wohngebiet. © gs
Die erste Seitenstraße der Schellingstraße ist die Amaliensraße. Geschäfte für Uni-Bedarf sowie Bücherläden reihen sich hier aneinander. © gs
Hier zu sehen: die Rückseite des Hauptgebäudes der LMU München. © gs
Im Bürgerbüro an der Schellingstraße/Türkenstraße werden teilweise Second-Hand-Klamotten verkauft (r.), teilweise wird Stadtteilpolitik gemacht. © gs
Kult in der Türkenstraße: Der Alte Simpl. Die Kneipe war im frühen 20. Jahrhundert Szenetreff der sogenannten "Schwabinger Bohème". Stammgäste in der von Kathi Kobus geführten Kneipe waren Künstler wie Joachim Ringelnatz, Karl Valentin oder Ludwig Thomas. Das Gebäude wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört, die Kneipe in den 50er Jahren wieder aufgebaut. © gs
Hinterhofatmosphäre ... © gs
... in der Türkenstraße. © gs
Wie ein hohler Zahn wirkt diese Baulücke in der Schellingstraße. München verändert auch hier permanent sein Gesicht. © gs
Auch kult: Der Schellingsalon in der Schellingstraße/Ecke Barerstraße. Die Gaststätte kann auf eine 125-jährige Tradition zurückblicken und wurde glücklicherweise im Krieg von schwerwiegenden Schäden verschont. Anfang des 20. Jahrhunderts fand hier so mancher Leichenschmaus statt, nachdem im nahegelegenen Alten Nordfriedhof beerdigt wurde.  © gs
Noch eine Gaststätte mit Tradition: Die Osteria Italiana war das erste italienische Restaurant in München. Ein dunkles Kapitel der Gaststättengeschichte: Ein gewisser Adolf Hitler nannte die Osteria (damals Osteria Bavaria) in den 20er-Jahren sein Lieblingsrestaurant. © gs
1952/53 errichtete der Architekt Sep Ruf im Auftrag des Vereins zur Behebung der Wohnungsnot das Wohnhaus Theresienstraße 46-48 an der Ecke zur Türkenstraße. Es war das erste "Glashaus" Münchens. © gs
Die Statue von Kurfürst Maximilian von Bayern auf dem Wittelsbacherplatz. © gs
Ebenfalls ein bedeutendes Areal der Maxvorstadt ist der Alte Nördliche Friedhof zwischen Arcis-, Adalbert, Barer- und Tengstraße. © gs
Die Josephskirche am nördlichen Ende der Augustenstraße/Josephsplatz. © gs
Der Pfarrer von St. Ludwig fürchtete gegen Ende des 19. Jahrhunderts größere seelsorgerische Lücken in den immer dichter besiedelten Neubaugebieten im Nordwesten Münchens und regte 1895 den Bau einer Kirche an. 1902 wurde St. Joseph eingeweiht. © gs
Zwei Sprengbomben machten die Kirche 1944 dem Erdboden gleich, nur der 63 Meter hohe Turm überstand das Bombardement. Mit dem Wiederaufbau ließ man sich Zeit, da der Wohnungsbau an allererster Stelle stand. So diente zunächst eine Holzbaracke als Kirche. 1952 wurde das Gebäude dann wieder eingeweiht. © gs
Da St. Joseph weite Teile Schwabings mitbetreut, gilt die Kirche heute irrtümlicherweise als Schwabinger Pfarrei. © gs
1826 wurde, durch König Ludwig I. initiiert und Architekt Leo von Klenze verwirklicht, der Grundstein zum Bau der Alten Pinakothek gelegt. Die Bauarbeiten dauerten zehn Jahre und förderten ein Gebäude zutage, das die Welt vorher so noch nicht gesehen hatte. © gs
Zumindest von den Ausmaßen her hatte es ein solch mächtiges Museumsgebäude vorher noch nicht gegeben. Damit das Gebäude richtig wirken konnte, baute man es nicht, wie ursprünglich geplant, an die ohnehin schon mit Prachtbauten gesäumte Ludwigstraße. Vielmehr entschied man sich für das freie Feld nahe der Türkenkaserne. © gs
Das Museum entwickelte sich schnell zum Publikumsmagneten - und schon damals war die grüne Freifläche vor dem Gebäude ein beliebter Ausflugsort, um zu picknicken. Im zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude teilweise zerstört - der komplette Wiederaufbau war 1957 beendet. © gs
An der Türkenstraße steht das letzte Überbleibsel der der einst prächtigen Türkenkaserne: Das Türkentor. Direkt daneben hat seit 2009 das Museum Brandhorst seine Heimat. © dpa
Die Pinakothek der Moderne an der Barer Straße wurde 2002 eröffnet. © gs
Das Kunstareal München wird durch die Neue Pinakothek vervollständigt.  © Schlaf
Der Obelisk am Karolinenplatz. Das 29 Meter hohe Kunstwerk, das überwiegend aus eingeschmolzenen Bronzegeschützen türkischer Kriegsschiffe gefertigt wurde, wurde 1833 als Ehrenmal für die bei Napoleons Russlandfeldzug gefallenen Soldaten der Bayerischen Armee errichtet. © gs
Der Blick vom Karolinenplatz in Richtung Theatinerkirche. © gs
Der Blick auf die Frauenkirche. Der Karolinenplatz ist übrigens der erste Platz in München, der das Motiv des Strahlenplatzes aufgreift. © gs
Hier der Blick in Richtung Königsplatz. Am Karolinenplatz sind heute unter anderem das Amerikahaus, die Zentrale der Staatlichen Lotterieverwaltung in Bayern sowie der Bayerische Sparkassenverband angesiedelt. © gs
Um diese Straße gab es in den vergangenen Jahren viele Debatten und Auseinandersetzungen. Von 1957 bis 2008 hieß die Straße Meiserstraße, nach dem bayerischen Landesbischof Hans Meiser. Nachdem aber bekannt wurde, dass Meiser antisemitische Aussagen gemacht hatte, entschied der Stadtrat 2007, die Straße umzubennennen. Die Umbenennung verzögerte sich jedoch, da ein Verwandter von Meiser gegen die Umbenennung klagte. In zweiter Instanz entschied das Bayr. Verwaltungsgericht am 2. März 2010, dass die Umbenennung gestattet ist. © gs
Der Königsplatz ist einer der geschichtsträchtigsten Plätze Münchens. Konzipiert wurde der Ort vom Architekten Karl von Fischer zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Klassische Strenge sollte in lebendiges Grün eingebettet werden und den städtebaulichen Vorstellungen König Ludwigs I. entsprechen. © gs
Leo von Klenze führte die Arbeiten am Königsplatz auf Wunsch von Ludwig I. weiter. Die auf griechischen Einflüssen basierende Architektur rund um den Königsplatz ist eng mit dem Schicksal von Otto Friedrich Ludwig von Wittelsbach, dem Sohn Ludwig I. verbunden. Otto betrat 1832 den griechischen Thron - der Königsplatz sollte ein Zeichen der Verbundenheit zwischen Bayern und Griechenland sein. © gs
Die Glyptothek (im Bild), die Propyläen (nächstes Bild) und das Gebäude, in dem heute die Staatliche Antikensammlung beherbergt ist, zeugen von griechischem Einfluss. © gs
1862 waren die Propyläen fertiggestellt. Während des dritten Reichs pflasterten die Nazis den Königsplatz mit 20.000 Granitplatten. Fortan fanden hier Dutzende Aufmärsche und Kundgebungen statt, auch die Bücherverbrennung im Jahr 1933. © gs
Der ehemalige Führerbau an der Arcisstraße beherbergt heute die Hochschule für Musik und Theater München. Hier wurde 1938 das Münchner Abkommen unterzeichnet. © gs
Im Vordergrund ist einer der Sockel der beiden ehemaligen "Ehrentempel" zu sehen. Hier wurden im Dritten Reich die Särge der beim Hitler-Putsch 1923 umgekommenen Nazis aufbewahrt. Nach dem Krieg sprengten die Amerikaner die Ehrentempel, ließen die Sockel aber als Mahnmal der Erinnerung stehen. © gs
Direkt neben einem der ehemaligen Ehrentempel an der Brienner Straße soll das lange geplante NS-Dokumentationszentrum entstehen. Übrigens genau auf dem Grundstück, auf dem während des Dritten Reichs das "Braune Haus" stand. © gs
Jetzt sind wir in der Augustenstraße angekommen, wo auch eine ganz besondere Hinterhof-Atmosphäre herrscht. © gs
Hier trifft ganz Altes ... © gs
... auf Nachkriegs-Moderne. © gs
Insgesamt ergibt sich ein für München typisches Bild: Ein Gemisch aus Altem und Neuem. © gs
Eine der schönsten Straßen Münchens ist die Richard-Wagner-Straße. Die Straße hinter dem Lenbachhaus wirkt noch heute wie eine im guten Sinne altmodische Theaterkulisse. © gs
Hier gibt es Erker, Dachgauben, verspieltes Fachwerk, romanisch anmutende Fassadenfiguren, eine versetzte Straßenführung - alles, was das Architektenherz begehrt. © gs
Im Haus Nummer 27 lebte Fritz Gerlich, Journalist und Widerstandskämpfer im Dritten Reich. Eine Gedenktafel erinnert an den von den Nazis ermordeten Gerlich. © gs
Einen krassen Kontrast gibt es, wenn man von der Richard-Wagner-Straße in Richtung Gabelsberger Straße läuft. Schrilles Nachkriegsgrün dominiert hier die Szenerie. © gs
Auch der Stiglmaierplatz mit dem Löwenbräu-Keller gehört zur Maxvorstadt. © gs
Der Platz durchlebte in den vergangenen Jahrzehnten viele Wandlungen. Verkehrstechnisch ist der Stiglmaierplatz ein wichtiger Knotenpunkt in München. © gs
St. Benno an der Grenze zu Neuhausen. Das Gotteshaus wurde 1895 eingeweiht und nach den Zerstörungen des 2. Weltkriegs originalgetreu wieder aufgebaut. © gs
Ein wesentliches Merkmal der Maxvorstadt ist das Gelände des Bayerischen Rundfunks zwischen Arnulf-, Seidl- und Marsstraße. © gs
Auf diesem Gelände stand früher das Verkehrsministerium, aus dem Mitte der 20er-Jahre die ersten Radiosendungen übertragen wurden. © gs
Hiermit beenden wir unseren Spaziergang durch die Maxvorstadt. Die Fotostrecke hätte noch wesentlich umfangreicher sein können, denn der Stadtteil hat noch viel mehr zu bieten. Aus Platzgründen beschränken wir uns aber auf diese Auswahl. Wer mehr über die Maxvorstadt erfahren will, dem sei das im Hirschkäfer-Verlag erschienene Buch "Maxvorstadt - Die unbekannte Schöne" empfohlen. Hier finden sich auf über 200 Seiten zahlreiche Informationen und Bilder über die Geschichte des Viertels. © google maps

Rubriklistenbild: © dpa

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