Münchner Mordfall bei "Aktenzeichen XY ungelöst"

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Karl Heinz Radmiller (81) wurde ermordet.

München - Wenn nur einer etwas Wichtiges weiß, hat es sich schon gelohnt: Millionen Zuschauer  werden am Mittwoch Abend in der ZDF-Fahndungssendung "Aktenzeichen XY ungelöst2 einen Münchner Mordfall sehen.

Es handelt sich um den homosexuellen Rentner Karl Heinz Radmiller (81), der am Wochenende um den 20. August spurlos verschwand und erst zwei Monate später am 24. Oktober in den Ismaninger Isarauen ermordet aufgefunden wurde. Bis heute fehlen Geldbeutel,  Schlüssel und sein Handy.

Die Ismaninger Försterin Maria Reuther hat Radmiller damals im Wald zwischen Ismaning und Fischerhäuser gefunden. Das Gebiet nahe der B 471 ist ein bekannter Homosexuellen-Treffpunkt. In diesen Kreisen vermutet der Münchner Mordkommissionschef, Markus Kraus, den Täter. Maria Reuther kennt den Szenetreff gut: „Das sind alles nette, gut situierte, gepflegte Leute. Viele sind verheiratet und haben Familie.“ Ihr einziges merkwürdiges Erlebnis liegt schon Jahre zurück. Da stand sie plötzlich vor einem splitternackten Mann, der an einen Hochsitz gefesselt war. Ob sie helfen müsse, fragte sie gelassen. Der Nackte verneinte höflich. Da ging sie einfach weiter.

Die Bilder vom Tatort in Ismaning

Die Bilder vom Tatort in Ismaning

An jenem heißen Wochenende im August feierte die Ismaninger Burschenschaft an der Isar ein großes Fest mit 1000 Gästen. Die Mordkommission setzt darauf, dass sich jemand an Karl Heinz Radmiller erinnert. Zu Hilfe kam den Beamten auch der Verein lesbischer und schwuler Polizeibediensteter in Bayern, der leichter Zugang zu dieser Szene findet. Die Mordkommission (Tel. 089/2910-0) sucht zur Zeit potentielle Zeugen auf und bittet die Männer schon allein aus Gründen der Diskretion, sich freiwillig zu melden.

DOP/AGM

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