Träger des Alternativen Nobelpreises

Münchner Physiker Hans-Peter Dürr ist tot

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Der Physiker Hans-Peter Dürr ist tot. Der Träger des Alternativen Nobelpreises ist bereits am Sonntag im Alter von 84 Jahren in München gestorben.

München - Der Physiker Hans-Peter Dürr ist tot. Der Träger des Alternativen Nobelpreises ist bereits am Sonntag im Alter von 84 Jahren in München gestorben.

Der Träger des Alternativen Nobelpreises sei am Sonntag in München im Alter von 84 Jahren gestorben, teilte am Montag die Right Livelihood Award Foundation mit, die den Preis 1987 an Dürr verliehen hatte. Er sei ein Brückenbauer und Zukunftsdenker gewesen. Dürr habe die Verantwortung der Wissenschaftler für Frieden, Ökologie und globale Gerechtigkeit betont und sei zu einer wichtigen Stimme in der Abrüstungsdebatte der 1980er Jahre geworden. Zu Dürrs Schwerpunkten zählten die Quantenphysik und die Elementarteilchenphysik.

Dürr wurde am 7. Oktober 1929 in Stuttgart geboren. Nach seinem Physikstudium an der Technischen Hochschule seiner Heimatstadt promovierte er bei Edward Teller, dem Miterfinder der Wasserstoffbombe. Seine Erkenntnis, „dass die schöne Physik, die ich machen wollte, genau die Physik war, die die Bomben hervorgebracht hatte“, beschrieb der Friedensaktivist 1999 in einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“. Ab den 1970er Jahren engagierte er sich immer mehr in der Friedens- und Umweltbewegung. In seinen Büchern setzte er sich zudem mit dem Zusammenhang von Naturwissenschaften, Religion und Mystik auseinander.

Der Wissenschaftler hatte sich engagiert in Institutionen wie dem Club of Rome, der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler und der Gruppe „David gegen Goliath“, die er mitinitiiert hatte. Von 1958 bis 1976 war er Mitarbeiter des deutschen Physikers Werner Heisenberg. Danach leitete er als geschäftsführender Direktor jahrelang das Max-Planck-Institut für Physik und Astrophysik und das Werner-Heisenberg-Institut für Physik.

dpa

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Kommentare

Onkel_Fritz
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Er war einer der wenigen ehrlichen Menschen, der stets die Wahrheit hinter den Lügenfassaden der Politik und Wirtschaft suchte und publik machte. Das tat er engagiert und ohne wissenschaftliches Pathos, für eine Mehrheit verständlich. Gerade heute ist es schade, dass diese Stimme nun schweigt. In seinen Büchern und zahlreich dokumentierten Interviews und Reden lebt er weiter. Er möge noch für viele ein Vorbild werden.