Jeder Einwohner legt pro Monat 221 € weg

Münchner sind Bayerns Spar-Meister

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"Von meiner Firma bekomme ich vermögenswirksame Leistungen. Den Betrag stocke ich jeden Monat noch ein bisschen mit meinem Gehalt auf und dann wandert das Geld gleich in einen Sparfond. Ich mache das schon seit drei oder vier Jahren so. Das ist meine Altersvorsorge für später, wenn ich in Rente gehe. Außerdem lege ich für meinen Sohn 100 Euro im Monat als Ausbildungsversicherung an. Das ist mir sehr wichtig. Insgesamt spare ich monatlich rund 200 Euro. Zur Geldanlage habe ich mich vor einiger Zeit von meiner Bank beraten lassen." Reinhard Soll (55), Grafiker aus München

München - Laut einer Studie legt im Freistaat niemand so viel Geld auf die hohe Kante wie die Münchner. Wofür sparen die Bayern eigentlich?

Dass die Münchner bayerischer Meister im Geldausgeben sind, wissen wir ja schon lang. Egal ob bei der Miete oder beim neuen Auto. Die Bewohner der Landeshauptstadt greifen immer tief in die Tasche. Neu ist aber, dass die Münchner auch beim Sparen ganz vorne liegen. Niemand im Freistaat legt so viel Geld auf die hohe Kante wie sie. 81 Prozent der Münchner sparen regelmäßig einen Teil ihres Einkommens. Im Schnitt legt jeder Einwohner monatlich 221 Euro zur Seite. Rekord in Bayern! Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Targobank.

Damit liegen die Münchner sogar vor den eigentlich als sparsam bekannten Schwaben. Die füttern ihr Sparschwein nur mit 212 Euro pro Monat. Platz drei belegen die Franken mit 208 Euro. Das Schlusslicht bildet Niederbayern mit 188,71 Euro, knapp hinter Oberbayern (188,79) und der Oberpfalz (188,92). Insgesamt sparen 77 Prozent der Bayern regelmäßig Geld. Im Durchschnitt 202 Euro pro Monat.

Die Bewohner der verschiedenen Regierungsbezirke sind sich aber weitestgehend einig darüber, wofür sie Geld zurücklegen. 42 Prozent der Bayern wollen fürs Alter vorsorgen. Bei 34 Prozent wandern die Ersparnisse in die Urlaubskasse. 28 Prozent wollen einen Notgroschen zur Hand haben, mit dem sie unerwartete Ausgaben stemmen können. Auf ein neues Auto sparen im Freistaat 21 Prozent der Bürger. 19 Prozent wollen sich in Zukunft eine Immobilie leisten. Jeweils 14 Prozent legen Geld für die Wohnungseinrichtung und für die Kinder zurück.

Diese Reihenfolge kann bis auf eine Ausnahme auch auf die Münchner Sparer übertragen werden. Ihnen ist wichtiger, Geld für eine Immobilie auf die Seite zu legen als für ein eigenes Auto.

Für die Studie hat die Innofact AG im Auftrag der Targobank 712 Männer und Frauen aus Bayern im Alter von 18 bis 69 Jahren online befragt.

Beate Winterer

Dafür sparen die Bayern

Sparziel Anteil
Altersvorsorge 42 %
Reise 34 %
Notgroschen 28 %
Auto 21 %
Immobilien 19 %
Einrichtung 14 %
Für die Kinder 14 %

Die Tabelle gibt an, wie groß der Anteil der Befragten ist, die für die jeweilige Kategorie Geld zurücklegen.

Quelle: Targobank-Studie.

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