Münchner (25) am Stubaier Gletscher verunglückt

Ski gesucht - von Lawine getötet

+
Thomas U. wurde von einer Lawine erfasst und kam ums Leben.

Innsbruck/München - Die Suche nach seinem verlorenen Ski hat ein Mann (25) aus München am Stubaier Gletscher mit dem Leben bezahlt: Er wurde von einem Schneebrett verschüttet.

Unfassbares Skifahrer-Drama am Stubai-Gletscher in Tirol: Ein Student (25) aus München wurde auf der Suche nach einem verlorenen Ski von einer Lawine verschüttet. Er wurde geborgen, starb später im Krankenhaus.

Thomas U. war am Donnerstag mit Freunden im Gletscherskigebiet im Stubaital unterwegs. Gegen 15 Uhr waren die drei Freunde, darunter seine Lebensgefährtin, im freien Skiraum unterhalb der 3333 Meter hohen Schaufelspitze unterwegs. Das ist im Stubaital nichts Besonderers, schließlich werben die Gletscherbahnen dort mit sich als „das Freeride Paradies in Tirol“.

Bei der Abfahrt am Schleppllift Windachferner verlor der aus Grafenau (Niederbayern) stammende Architekturstudent einen Ski. Er fuhr nur mit dem zweiten Ski zur Talstation des Liftes, um sich wieder nach oben ziehen zu lassen. Dann fuhr er an den Rand der Piste und schnallte seinen Ski ab, um den zweiten aus dem Tiefschnee zu holen.

Da passierte das unfassbare Unglück: An einer Wächte trat Thomas U. ein Schneebrett los, das ihn vor den Augen seiner Freunde mit in die Tiefe riss. Drei Pistenretter der Stubaier Gletscherbahn konnten den 25-Jährigen schnell finden, da er mit einem Lawinenpiepser ausgerüstet war. Er war zwei Meter tief verschüttet. Die Retter gruben ihn aus, er kam mit dem Rettungshubschrauber in die Klinik in Innsbruck, dort erlag er in der Nacht auf Freitag den Verletzungen, die er sich bei dem Lawinenabgang zugezogen hatte.

Auch im Zillertal gibt es erneut einen toten deutschen Urlauber zu beklagen. Der 48-Jährige aus Nordrhein-Westfalen war schon am Mittwoch in der Stilluppklamm zum Wandern gegangen, weil er sich beim Skifahren leicht verletzt hatte. Offenbar war er beim Fotografieren in die Klamm gestürzt. Da er am Mittwoch nicht zum Treffpunkt mit seiner Familie erschien, wurde eine Suchaktion gestartet, erst am Freitag fand ihn ein Suchhund.

J. Welte

auch interessant

Meistgelesen

Stadt vs. Region: Wo sich das Landleben noch lohnt
Stadt vs. Region: Wo sich das Landleben noch lohnt
So soll der Express zum Flughafen doch vor 2037 gelingen
So soll der Express zum Flughafen doch vor 2037 gelingen
Das Sex-Rätsel um den Top-Manager
Das Sex-Rätsel um den Top-Manager

Kommentare