Pläne werden überarbeitet

Stadtrat entscheidet: Viehhof soll dichter bebaut werden

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Hier sollen mehr als 420 Wohnungen entstehen: Der Viehhof wird zum Streitthema im Stadtrat.

Auf dem Viehhof-Gelände werden zu wenig neue Wohnungen gebaut. Der Stadtrat hat nun entschieden, die Pläne zu überarbeiten. So könnten 200 zusätzliche Bleiben entstehen.

München - Nur einen Tag nach der Anhörung im Stadtrat über die Frage, wie man das Wachstum in München gestalten kann, ließ das Gremium nun die erste konkrete Tat folgen. Wie berichtet, hatte sich der Stadtrat am Mittwoch einmütig für eine dichtere Bebauung ausgesprochen. SPD-Fraktionschef Alexander Reissl forderte gar dazu auf, an die Grenze dessen zu gehen, was das Planungsrecht erlaubt. Beispiel Viehhof-Gelände: „Dort sind 420 Wohnungen geplant. Das ist mir zu wenig ambitioniert.“

Nun also die Reaktion: Die Pläne für die Bebauung auf dem Viehhof-Gelände sollen überarbeitet werden. Die bislang geplanten Wohnungen neben dem neuen Standort des Volkstheaters seien zu wenige. Darauf hat sich der Kommunalausschuss nach einem Antrag von CSU und SPD verständigt.

Höhere Dichte bei Wohnungen soll nicht zu Lasten des Gewerbes gehen

Kommunalsprecherin Ulrike Boesser (SPD): „Wir müssen an dieser Stelle ein dichteres, urbaneres Quartier entwickeln. Da dürfte mehr rauszuholen sein als 420 Wohnungen.“ Die Verwaltung solle jedoch darauf achten, dass eine höhere Dichte bei den Wohnungen nicht zu Lasten des Gewerbes geht. Vom Gewerbe wird aber wohl die Dichte der Wohnbebauung abhängen, sagte Stadtbaurätin Elisabeth Merk.

Es geht um die Frage Pufferbereiche und Lärmschutz. CSU-Fraktions-Vize Kristina Frank wies gerade in dem Zusammenhang darauf hin, das Viehhof-Gelände auch mit Blick auf den benachbarten Schlachthof zu betrachten. Grundsätzlich herrscht bei der Verwaltung Verständnis. „200 Wohnungen könnten schon mehr entstehen“, sagte Merk. „Das ist schon eine Größenordnung.“

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„Viehhof-Atmosphäre erhalten“

Paul Bickelbacher (Grüne) mahnte zu einer behutsamen Planung. „Der Viehhof hat eine besondere Atmosphäre. Es ist wichtig, diese zu erhalten.“ Seine Fraktion hatte zudem Änderungswünsche. So solle man unter anderem eine weitere Variante prüfen, in der das mittig liegende Gebäude mit Gewerbenutzungen erhalten bleiben kann.

Dieser Antrag fand keine Mehrheit, der nächste derweil schon. Bickelbacher forderte, das Viehhof-Kino für eine weitere Saison zu veranstalten, sollte sich abzeichnen, dass die Stadt nicht im nächsten Jahr mit den Bauarbeiten beginnen könnte. Kommunalreferent Axel Markwardt jedoch winkte ab. „Der Betreiber des Kinos wusste vom ersten Tag des guten Gedankens an, dass es sich um eine Zwischennutzung handelt.“

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Entscheidung über Volkstheater fällt wohl im Herbst

Er habe sich ab dem Moment der Entscheidung, dass das Volkstheater auf das Gelände umziehen soll, auf Abschied einstellen können. Markwardt rechnet damit, dass im Herbst die Entscheidung fällt, wer das neue Volkstheater baut. „Das Baureferat wird Anfang des neuen Jahres mit der Bauvorbereitung beginnen müssen, dann ist für das Kino kein Platz mehr.“

Die Ergebnisse des Gesamtkonzeptes für den Viehhof sollen auf Wunsch des Kommunalausschusses Ende nächsten Jahres vorgelegt werden.

Sascha Karowski

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