Appsolut sicher?

Münchner Studenten entwickeln Kindersperre fürs Handy

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Entwickler Benjamin Gilg F.

München - Zwei junge Physikstudenten haben eine Kindersicherung für das Smartphone entwickelt. Die App (Anwendung) „Protect your Kid“ soll die Handys der Kinder appsolut sicher machen!

Viele Kinder wollen’s, viele Kinder haben’s eh schon – das Smartphone. Wunderbar: So können die Eltern ihre Kleinen immer erreichen, und Internet zum Unterwegs-Googeln ist eh praktisch. Auf der Kehrseite der Medaille: versteckte Kostenfallen, jugendgefährdende Inhalte im Internet und übermäßiger Konsum – gerade für junge Nutzer birgt ein Smartphone große Risiken. Abhilfe kommt jetzt aus München. Zwei junge Physikstudenten haben eine Kindersicherung für das Smartphone entwickelt. Die App (Anwendung) „Protect your Kid“ soll die Handys der Kinder appsolut sicher machen!

„Wir hatten früher auch Computerzeiten. Die waren sehr leicht durchzusetzen. Heute haben die Eltern aber kaum Zugriff auf die Smartphones“, sagt Benjamin Gilg (24). Zusammen mit seinem Kumpel Johannes Stolberg (23) hatte er die Idee für die App. Durch einen Mentoren-Wettbewerb (erfahrene Leute aus der Wirtschaft helfen jungen Erfindern) lernten sie den Geschäftsführer des Münchner IT-Systemhauses netcos, Stanislaw Panow, kennen. „Das Mentoren-Programm geht allerdings nur über sieben Wochen – das reichte nicht für die Entwicklung der App. Ich habe sogar privat investiert“, sagt Panow.

Rausgekommen ist die App: Damit können die Eltern unter anderem bestimmen, wann und wie lang die Kinder auf bestimmte Apps zugreifen können (auch einzeln steuerbar). Zum Beispiel: Keine Spiele in der Hausaufgaben-Zeit – oder keine App nachts. Auch die Sperrung bestimmter Internetseiten ist möglich.

Seit November gibt’s die App für Android. Ein Jahres-Abo kostet 46,99 Euro. Ein 20-Tage-Test ist kostenlos.

Das sollten Sie beachten

Eva-Maria Pitman ist Kinder- und Jugendtherapeutin. Sie rät Eltern, ihren Kindern richtiges Verhalten mit dem Handy zu erklären. „Kinder sollten keine Gespräche für eine SMS unterbrechen oder vertrauliche Gespräche am Telefon führen“, so die Expertin. Auch beim Thema Daten sollten die Kinder sensibilisiert werden. Machen Sie Ihrem Kind klar, dass ein verlorenes Handy oft auch einen Verlust von Daten mit sich bringt! „Niemals Passwörter auf dem Handy speichern“, sagt Pitman. Ebenfalls wichtig: Erklären Sie Ihrem Kind, was es fotografieren darf und was nicht! Weitere Tipps der Expertin in ihrer Kolumne auf www.protectyourkid.de.

Florian Fussek

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