Münchner Tafel: Essen reicht nicht mehr für alle

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Die Ausgabestelle der Tafel in der Großmarkthalle.

München - "Die Münchner Tafel" hat 23 Ausgabestellen. In den letzten Wochen reichte das Essen leider nicht mehr für alle. Die Tafel-Gründerin würde sich über neue Sponsoren sehr freuen.

Wirtschaftsturbulenzen, wachsende Arbeitslosigkeit, steigende Preise: Hannelore Kiethe kann all diese Entwicklungen am Ansturm auf die 23 Ausgabestellen der Münchner Tafel ablesen. In letzter Zeit musste der Verein wieder viele Antragsteller vertrösten, ein Symptom der sich rasant nach oben drehenden Lebensmittelpreisspirale.

„Die Leute erzählen uns an unseren Ausgabestellen, dass sie sich das Essen nicht mehr leisten können“, so die Tafel-Gründerin und -Chefin. „Der Bedarf ist einfach riesengroß.“ Wenn sich eine Rentnerin anstellt, die seit zwei Tagen nichts gegessen hat, oder eine alleinerziehende Mutter, die ihre Kinder nicht mehr versorgen kann, „helfen wir immer“.

Jede Woche verteilen die Mitarbeiter 100 Tonnen gespendete Lebensmittel an 18 000 „Gäste“, wie die Bedürftigen genannt werden. Jeder Cent mehr für Grundnahrungsmittel fällt bei armen Leuten schmerzlich ins Gewicht, gibt Hannelore Kiethe zu bedenken.

Umso wichtiger sind Sponsoren für den Verein. Es gibt viele – aber nicht genug. „Schön wäre es, wenn wir mehr Ware direkt von Herstellern bekommen würden.“ Kontakt: Tel. 29 22 50, Mail: info@muenchner-tafel.de.

BW.

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