Münchner Taxiräuber ein Serientäter?

München - Zwei Überfälle binnen vier Tagen: Unter Münchens Taxifahrern geht die Angst vor einem unbekannten Räuber um. Warum die Polizei von einem Serien-Täter ausgeht:

Dass es sich um einen Serien-Täter handelt, darüber besteht kaum ein Zweifel. Die überfallenen Fahrer beschreiben den Mann extrem ähnlich und auch die Vorgehensweise war bei beiden Taten nahezu identisch.

Laut Polizei war der Serien-Räuber am frühen Dienstagmorgen gegen 4.40 Uhr an der Barer Straße (Maxvorstadt) in das Taxi eines 40-Jährigen gestiegen. Er ließ sich nach Schwabing in die Nordendstraße fahren. Am Ziel angekommen, umklammerte er den Taxifahrer von hinten und hielt ihm einen spitzen Gegenstand an den Hals. Gleichzeitig forderte er Geld von dem Taxifahrer. Als er wenige Euro-Scheine erhalten hatte, flüchtete der Täter in Richtung Blütenstraße.

Bei dem ersten Überfall am Freitag war der Räuber nahezu zur selben Zeit und an der selben Stelle in das Taxi gestiegen. Er ließ sich in die ähnliche Gegend zur Adalbertstraße bringen und bedrohte dort den Fahrer auf die gleiche Weise.

Beide Opfer beschreiben den Täter als etwa 20 bis 25 Jahre alten, rund 1,70 bis 1,80 Meter großen, schlanken Mann (kein Bart, keine Brille). Er trug Jeans und Kapuzenshirt, wirkte nüchtern und sprach akzentfreies Deutsch.

„Das Taxigewerbe ist sensibilisiert“, sagte Frank Kuhle, Chef der Münchner Taxigenossenschaft, nachdem sich der erneute Raub herumgesprochen hatte. „Sollte jemand überfallen werden, empfehlen wir den Fahrern, keinen Widerstand zu leisten.“ Die Taxi eG hat für Hinweise 1000 Euro ausgelobt.

Sven Rieber

Rubriklistenbild: © dpa

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