Neue U-Bahn kostet 550 Millionen Euro

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Die neue U-Bahn

München - Die Münchner U-Bahn wird modernisiert: Die Stadtwerke planen mit 126 Wagen die größte Fahrzeugbeschaffung, die es je gegeben hat. Was sich ändert und was die Fahrgäste davon haben:

Ein Zug des Typs C wie er jetzt schon durch München fährt.

Die größte Fahrzeugbestellung in der Geschichte der Münchner U-Bahn ist fix: zunächst 21 sechsteilige Gliederzüge - das sind 126 Wagen - sollen bald über die Gleise des U-Bahnnetzes der Münchner Verkehrs-Gesellschaft (MVG) rollen. Hergestellt werden die Wagen bei der Siemens AG und kosten die Stadtwerke München (SWM) rund 185 Millionen Euro. Nicht nur neuer kommt die U-Bahn in Zukunft daher, sie soll auch häufiger fahren: Ab 2014 ist auf Teilabschnitten im Zentrum erstmals ein 2-Minuten-Takt geplant. Bisher konnte maximal ein 2,5 -Minuten-Takt gewährleistet werden.

21 Züge kommen zwischen 2013 und 2015

Auf die ersten 21 Züge können sich Pendler zwischen 2013 und 2015 freuen. 14 Stück ersetzen Altfahrzeuge, die seit über 40 Jahre im Dienst sind und wirtschaftlich nicht mehr rentabel sind.  

Doch damit nicht genug: Insgesamt stehen bis zum Jahr 2025 etwa 60 Prozent des U-Bahnwagenparks zur Erneuerung an. Bis 2016 beziehungsweise 2020 sollen an die 46 weitere Züge mit 276 Wagen mit jeweils bis zu 23 Einheiten in Betrieb genommen werden. Insgesamt machen die Stadtwerke dafür rund 550 Millionen Euro locker.

Mehr Platz für Fahrgäste

Das beste zum Schluss: Auch die Fahrgäste haben etwas von der Modernisierung. In Zukunft passen mehr Fahrgäste in einen Wagon. Sogar auf den Stehplätzen soll ihnen mehr Platz zur Verfügung stehen, weil die neuen U-Bahnen geräumiger werden. Herbert König, Vorsitzender der MVG-Geschäftsführung und SWM Geschäftsführer Verkehr: "(...) Durch Änderungen im Sitzplatzkonzept wollen wir noch mehr Raum gewinnen für zusätzliche Fahrgäste. Der C2.11 wird insgesamt 940 Fahrgästen Platz bieten - statt bisher 912. (...)"

Auch schneller ans Ziel kommen die Pendler. Mit einer Geschwindigkeit von 90 km/h fährt die Bahn nämlich rund 10 km/h schneller als bisher.

Was die Fahrpreise betrifft halten sich die Stadtwerke noch bedeckt. Klar ist aber, dass sich die Neuerungen aus Fahrgeldeinnahmen finanzieren. Inwieweit die Preise künftig in die Höhe schnellen, ist aber noch unklar. Dies hänge maßgeblich von der Förderung durch den Freistaat Bayern ab.

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