51-Jähriger vor Gericht

Münchner verprügelt Freundin in Idylle Spaniens

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Rudolf G. (51) gab sich reuig vor Gericht, ins Gefängnis muss er aber nicht

München - In der Idylle nahe Barcelona ist zwischen dem Münchner Rudolf G. (51) und seiner jungen Freundin ein Streit entbrannt. Jetzt musste er sich vor Gericht verantworten.

Drogenvergangenheit, Vorstrafen, Scheidung. Von München hatte Rudolf G. (51) genug. Der Maler wollte nach Spanien auswandern und ein neues Leben als Kellner nahe Barcelona beginnen. Seine Freundin Melissa G. (23) reist ihm im Frühjahr nach und will einige Tage Urlaub an der Küste machen. In dieser Idylle entbrennt ein heftiger Streit, der brutal endet. Am Mittwoch stand Rudolf G. wegen gefährlicher Körperverletzung vor dem Münchner Amtsgericht.

Im Suff schlug er seiner Freundin mehrfach mit der flachen Hand ins Gesicht. Zuvor hatten beide gestritten: Erst ärgerte sie sich, dass er mit einem Spezl Wodka aus Sektgläsern trank – dann war er sauer, weil sie die Tür nicht abschloss, wo doch sein neuer Arbeitsvertrag im Haus lag. „Es sind böse Worte gefallen, ich hatte Angst“, sagt die Zahnarzthelferin. Zurecht: Denn G. schlägt sie noch einige Male mit der Faust ins Gesicht. Melissas linkes Auge platzt auf, auch das rechte schwillt zu. „Verpiss dich, sonst bist du in fünf Minuten tot“, soll G. gesagt haben. Melissa erbricht sich vor Schock. Diagnose: Gehirnerschütterung. Vier Wochen lang ist sie nach der Attacke krank geschrieben. „Ich kann mich kaum erinnern. Heute macht mich die Sache total fertig, es tut mir leid“, sagt G., der 15 Vorstrafen auf dem Kerbholz hat. Drogen und Alkohol haben seinen Körper zerfressen. Mit Melissa sei er noch befreundet. Urteil: ein Jahr Haft auf Bewährung.

A. Thieme

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