Verhängnisvolle Überweisung

"Bin Laden": Münchner unter Terrorverdacht

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Eine Überweisung wurde einem Münchner zum Verhängnis.

München - Ein Münchner wollte eigentlich nur lustig sein und schrieb auf eine Überweisung unter anderem den Namen "Bin Laden". Dumm nur, dass er so ins Visier der Terror-Fahnder geriet.

Gedacht hat sich der Mann nichts dabei und dass das irgendein Problem geben könnte, darauf ist er schon dreimal nicht gekommen. Im Interview mit dem B R zeigte er sich sogar "geschockt". Er habe versucht, den Vorgang zu stoppen, indem er betonte, dass es sich um einen Scherz handelte. Doch es war wohl schon zu spät.

Die Worte "Bin Laden", die er auf die Überweisung an seinen Freund gekritzelt hatte, hatten die Terrorfahndung der Bank alarmiert. Diese ist nach einem EU-Gesetz dazu verpflichtet, Überweisungen zu überprüfen. Sollten verdächtige Begriffe auftauchen, zu denen "Bin Laden" eindeutig gehört, wird Alarm geschlagen. Die Bank kann dann versuchen, selbst zu klären, ob es sich um Scherzbolde oder wirkliche Kriminelle handelt - oder die Sache an die Bundesbank weitergeben, welche sich direkt an die Staatsanwaltschaft wenden kann.

Der Münchner muss nun mit der Konsequenz leben: Wegen des Verdachts der Terrorfinanzierung steht er nun zehn Jahre lang auf der schwarzen Liste der Bundesbank, berichtet die Augsburger Allgemeine.

Experten raten im Übrigen: Vielleicht bei Überweisungsformularen lieber ernsthaft bleiben, dann kann einem nichts passieren.

kg

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