Münchner Wirtschaft

Kämmerer jubelt über Rekordgewinn

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Kämmerer Ernst Wolowicz (SPD)

München - Kämmerer Ernst Wolowicz (SPD) ist ein glücklicher Beamter: Er kann einen guten Jahresabschluss für 2012 vorlegen und mit einer großartigen Prognose für das laufende Jahr aufwarten.

Die Wirtschaft brummt, die Steuer regnet über die Stadt, und Kämmerer Ernst Wolowicz (SPD) ist ein glücklicher Beamter: Er kann einen guten Jahresabschluss für 2012 vorlegen und mit einer großartigen Prognose für das laufende Jahr aufwarten. Münchens Schatzmeister schwimmt im Geld! Dank der neuen Rekordeinnahmen will Wolowicz weiter Schulden abbauen. Der Kämmerer weiß aber auch, dass dies nicht nur an der Sparpolitik liegt, sondern auch an „viel Glück“.

Die Gewerbesteuer sprudelt, sie ist die wichtigste Einnahmequelle: Schon zur vergangenen Woche hat der Kämmerer mit 1,8 Milliarden Euro mehr verbuchen können als im gesamten vergangenen Jahr mit 1,7 Milliarden! „Es scheint sich ein neues Rekordergebnis von über zwei Milliarden Euro abzuzeichnen“, sagt Wolowicz – wenn die Stadt von bösen Überraschungen verschont bleibe. Insgesamt hat die Stadt heuer schon vier Milliarden Euro eingenommen, das sind 75 Prozent aller geplanten Einzahlungen, obwohl erst 64 Prozent des Jahres um sind. Die Ausgaben liegen dagegen unter Plan bei 60 Prozent oder 4,7 Milliarden Euro. Darum will Wolowicz zum Jahresende 225 Millionen Euro Schulden abbauen – oder mehr. Die lägen dann bei 1,1 Milliarden Euro, dem Stand von 1987.

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Das sei wegen des Investitionsstaus unter Rot-Grün auch dringend nötig, sagt CSU-Fraktionschef Josef Schmid. Schulen, Kliniken und Olypark kosteten Milliarden. FDP-Kollege Michael Mattar will noch mehr Schulden tilgen: „Ausgaben für immer mehr Personal und rot-grüne Lieblingsprojekte müssen gestoppt werden.“

DAC

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