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Wohnungs-Genossenschaften sind alarmiert: Setzt uns nicht auf die Straße!

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Von: Sascha Karowski

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Protest in der Schluderstraße: Hier gingen die Bewohner auf die Straße. Die Erbpacht mit dem Bundeseisenbahnvermögen läuft aus, die Leute müssten die Blocks kaufen © Sigi Jantz

Die Lage auf dem Mietmarkt spitzt sich noch weiter zu. Denn bald laufen die Erbbaurechtsverträge einiger Genossenschaften in der Landeshauptstadt aus.

Jetzt schlägt Klaus-Michael Dengler Alarm, der Chef der Vereinigung Münchener Wohnungsunternehmen.

Aktuell sind bereits zwei Genossenschaften mit rund 500 Wohnungen betroffen. Die Verträge mit dem Bundeseisenbahnvermögen, kurz BEV, laufen 2030 aus – und bis 2050 enden die Verträge mit fünf weiteren. Dann geht es um Tausende von Wohnungen! Die Genossen haben zwar Vorkaufsrecht – doch das bringt nix, denn 7000 € pro Quadratmeter sind unerschwinglich.

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„Die Preise für den Erwerb sind so hoch, dass die Genossenschaften dies nur stemmen könnten, indem sie ihre Mieten stark anheben“, sagt Dengler. „Alternativ bleibt nur die Wahl, ihre Wohnungen zurückzugeben und damit ihren genossenschaftlichen Versorgungsauftrag gegenüber ihren Mitgliedern nicht mehr erfüllen zu können.“ Problem: Das BEV bietet die Grundstücke bislang zu einem Preis an, der auch noch künftig erwartete Bodenpreissteigerungen einberechnet!

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Klaus-Michael Dengler © Michael Nagy

Die Wohnungsunternehmen fordern daher für die betroffenen Genossenschaften sozial verträgliche Kaufpreise. Alternativ könnten auch die Pachtverträge fair verlängert werden. Möglich ist das, denn erst Ende September hat der Bundestag entschieden, dass der Bund eigene Grundstücke auch unter dem Marktpreis veräußern darf, wenn dort bezahlbarer Wohnraum geschaffen wird. Dengler erwartet eine solche Regelung nun auch für die Eisenbahn-Bleiben. Denn: „In München benötigen wir dringend mehr bezahlbaren Wohnraum.“

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