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Münchnerin (34) aus Schneehölle gerettet: „Ich dachte, ich muss sterben“

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Katharina Gröne (2.v.r.) mit ihren Lebensrettern Bill Quistorf, Nancy Abell und Einar Espeland
Katharina Gröne (2.v.r.) mit ihren Lebensrettern Bill Quistorf, Nancy Abell und Einar Espeland. © dpa

Es klingt so harmlos: wandern. Aber was die Münchnerin Katharina Gröne (34) auf ihrer Reise erlebt hat, ist der Horror. Auf dem Pacific Crest Trail geriet sie in Lebensgefahr.

Auf dem Pacific Crest Trail – dem legendären Wanderweg an der Westküste der USA – ist sie fast gestorben. Kurz vor dem Ziel wurde sie vom Schnee überrascht – und dachte: Das war’s. Erst in letzter Minute wurde sie gerettet!

Die Engel: zwei Hubschrauberpiloten. Sie sahen im Bezirk Snohomish County (US-Staat Washington) Fußspuren im Schnee und retteten die verzweifelte Frau am Montag. „Ich glaube, dass sie eine weitere Nacht in der Kälte nicht überlebt hätte“, sagt Rettungspilot Bill Quistorf.

Im tiefen Schnee kam sie kaum noch voran

Mittwoch bedankte sich Gröne bei ihren Rettern. Ihr Schlafsack sei feucht geworden, sie habe kaum noch trockene Sachen und Proviant gehabt. Sie sagt: „Noch zwei Tage nach meiner Rettung fühlen sich meine Finger taub an.“ An den letzten beiden Tagen ihrer Tour war sie im tiefen Schnee nur noch wenige Kilometer vorangekommen. Telefonverbindung? Fehlanzeige in der Wildnis. Gröne war überzeugt, dass sie sterben würde – und hinterließ auf ihrem Handy Nachrichten an Freunde und Familie: eine Entschuldigung, dass sie zu viel riskiert habe…

Die Münchnerin war bereits seit Mai unterwegs – da war sie an der mexikanischen Grenze losgewandert und wollte den Weg nach Norden bis Kanada gehen… Jetzt, schon weit oben, war Gröne in den Cascade Mountains der erfahrenen Bergwanderin Nancy Abell begegnet. Sie warnte Gröne vor dem Winter, doch die Deutsche ging weiter. Als das Wetter tatsächlich umschlug, meldete Abell dies den Behörden – und setzte die Suchaktion in Gang. „Du hast mein Leben gerettet“, bedankte sich Gröne Mittwoch bei Abell.#

dpa

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