Thomas Tuchel ist nicht mehr Trainer von Borussia Dortmund

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Münchnerin gewinnt bei Jauch 500.000 Euro

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Eine strahlende 500 000-Euro-Gewinnerin: Meike Winnemuth (50) freut sich – Günther Jauch auch.

München - Die Neu-Münchnerin Meike hat bei "Wer wird Millionär" 500.000 Euro abgeräumt. Welche Fragen die 50-Jährige beantworten musste und was sie mit dem Geld vorhat:

Zuerst hat Meike Winnemuth nur so getan, als sei sie eine Millionärin. Sie hat Bekanntschaftsanzeigen geschaltet, in denen sie als angebliche Millionärin einen neuen Partner sucht. Mehr als 150 Männer schrieben — teils waren die Zuschriften geradezu aberwitzig. Ein Stadtrat legte Kopien seiner Angler- und Jagdscheine bei, ein angeblicher Personenschützer fotografierte sich in Badehose samt Dogge. „Und das Unglaubliche war, dass alle meinten, sie seien ein Traummann und ein Geschenk an die Frauen“, sagt Winnemuth, die daraus eine Geschichte für die Zeitung machte.

Jetzt ist die „Hochstaplerin“ tatsächlich Millionärin — zumindest eine halbe. Am Montag gewann die Journalistin bei Günther Jauch in der Sendung „Wer wird Millionär?“ 500 000 Euro. Die tz sprach mit der Neu-Münchnerin über ihren Gewinn, Geld allgemein und darüber, welche Dinge man im Leben wirklich braucht. Seit vier Monaten arbeitet die 50-Jährige als freie Autorin für das Magazin der Süddeutschen Zeitung. Zuvor schrieb sie für verschiedene Zeitschriften.

Jetzt kann sie sich einen Lebens­traum erfüllen, wenn ihr Arbeitgeber mitmacht: Ein Jahr lang will sie in zwölf verschiedenen Städten leben, jeden Monat in einer anderen Metropole. Und so die „ideale zukünftige Rentenstadt“ aussuchen.

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„Zur Wahl stehen etwa Buenos Aires, Los Angeles, Tel Aviv, Budapest, Tokio, Kapstadt.“ Würde auch München als Alterssitz in Frage kommen? Nein, sagt Winnemuth, obwohl sie sich gleich in die Stadt und ihre Menschen verliebt habe. „Aber es fehlt einfach das Meer, und das brauchen wir Hamburger!“ Was ihr hier besonders gefällt? „Dass man sich in Restaurants und Cafés einfach zu anderen an den Tisch setzen kann und mit den Leuten ratschen.“ Dies ginge in Hamburg gar nicht. „Die Leute würden die Nase rümpfen.“

Schnell in Kontakt mit anderen zu kommen, das muss sie als Journalistin auch. Ein Beruf, den sie liebt. Besonders, weil sie „überall die Nase hineinstecken kann“. Trotz Gewinn will sie auf jeden Fall weiterarbeiten. In  der Sendung tat sie Moderator Günther Jauch nicht den Gefallen, noch im Studio bei der Süddeutschen Zeitung zu kündigen, obwohl er sie eindringlich dazu aufforderte. Im Gegenteil: „Sie spinnen wohl“, war ihre Antwort — mit dem Nachsatz: „Statt dessen werde ich den Laden kaufen.“

Ganz schön schlagfertig dafür, dass sie sich nach der Sendung gefühlt habe wie ferngesteuert. „Ich war so aufgeregt, dass ich nur irgendwie funktioniert habe. Danach konnte ich mich an gar nichts mehr erinnern, weder an eine Frage, noch an irgendetwas anderes.“ Das war ihr aber nicht anzumerken — und die Sendung mit ihr hatte auch eine außergewöhnlich gute Einschaltquote. Acht Millionen Menschen fieberten mit. Sie sahen auch, wie sie ihren beiden Joker-Helfern jeweils 12 500 Euro schenkte:

„Eben zehn Prozent der jeweiligen Gewinnsumme. Ich finde, das steht ihnen zu.“ Ein großes Publikum für das blaue Kleid, dass Winnemuth seit elf Monaten trägt. Einer ihrer Selbstversuche: 365 Tage immer das Gleiche tragen, wobei sie das Kleid natürlich drei mal besitzt. Am 11. November ist der Versuch vorbei. Ein Freudentag? „Nicht unbedingt, ich vermisse das blaue Kleid jetzt schon, es ist wie eine zweite Haut.“ In dem Jahr habe sie festgestellt, dass vieles verzichtbar sei: „Abendkleider und Ski kann man sich leihen.“

Für welche Dinge soll man dann Geld ausgeben, Frau Winnemuth? „Für Duschköpfe, Rotwein, Bettwäsche und gute Küchenmesser, eben für Dinge, die uns jeden Tag sehr nahe kommen.“

S. Sasse

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