Nach Beißattacke

Müssen die Hunde jetzt an die Leine?

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Die KVR schließt einen generellen Leinenzwang nicht mehr aus.

München - Rennen, rumtoben, raufen in der Stadt? Für Münchens 31 000 Hunde könnte der Spaß bald vorbei sein: Die Stadt will die Vierbeiner an die Leine legen.

Die Stadt schließt einen generellen Leinenzwang für die Vierbeiner jetzt nicht mehr aus! „Wenn infrage gestellt wird, dass Besitzer unverantwortlich mit ihren Hunden umgehen, müssen wir über den Leinenzwang nachdenken“, sagt KVR-Chef Wilfried Blume-Beyerle zur tz und rechnet in diesem Fall mit einem „großen Aufschrei der Hundehalter“. Man habe aber noch kein fertiges Konzept in der Schublade. Bisher sei auch noch von keiner Stadtratsfraktion ein entsprechender Antrag gestellt worden. Ein Leinenzwang würde für große Hunde ab einer Höhe von 50 Zentimetern gelten.

Auslöser der Diskussion ist die Beißattacke vom 9. Juni: In Harlaching hatte ein Labradormischling die kleine Pauline (2) im Gesicht schwer verletzt. Blume-Beyerle: „Ein Leinenzwang hätte diesen Unfall nicht verhindert, der Hund war angeleint.“ Der KVR-Chef ist Besitzer des 14-jährigen Berner Sennenhundes Anton und appelliert an die Hundehalter: „Der Hund ist nie schuld, wenn was passiert. Das sind meist die Besitzer.“

Bei 31 000 registrierten Hunden in München sind 2011 rund 330 Anzeigen bei den Behörden eingegangen. In 80 Fällen erließ das KVR einen Leinen- bzw. Maulkorbzwang. Blume-Beyerle: „Die anderen erhielten Ermahnungen. Dieser Stufenplan reicht aus.“

tz

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