Er soll einen Mann erschlagen haben

Mord in Tirol: Täter in München verhaftet

+
Festgenommen: Agostino K. (r.). Das Foto links zeigt Helmut Herburger (59).

München - Am Donnerstagabend konnte die Polizei in München einen mutmaßlichen Mörder festnehmen. Der 44-Jährige soll bei Innsbruck einen Mann erschlagen haben. Nach dem Täter wurde europaweit gefahndet.

Ein ausgesetzter Hund und der Zipfel einer blauen Decke wiesen der Polizei den Weg zum mutmaßlichen Mörder: In der Balanstraße nahm die Münchner Polizei am Donnerstag um 18.30 Uhr Agostino Heinrich K. (44) fest. Die Tiroler Polizei hatte ihn europaweit zur Fahndung ausgeschrieben.

Der Südtiroler mit deutschen Wurzeln – er ist im Allgäu geboren – steht unter dem Verdacht, den 59-jährigen Helmut Herburger in seinem Schrebergarten im Innsbrucker Ortsteil Arzl erschlagen und im Komposthaufen vergraben zu haben. Er wurde bereits bei der Münchner Mordkommission vernommen.

Agostino K. soll nach Berichten österreichischer Medien bereits schon einmal einen Menschen halbtot geschlagen haben. Dafür saß er in Italien in Haft. Zuletzt fuhr er mit einem gestohlenen Opel Corsa herum. Im Frühjahr freundete er sich mit Helmut „Helli“ Herburger an, der in Arzl einen Schrebergarten besaß und den neuen Freund dort wohnen ließ. Nach einer Feier am 27. März war Herburger spurlos verschwunden. Zwei Tage später wurde sein Hund – ein Boarder Collie – nahe Kitzbühel gefunden. Der Mörder hatte ihn wohl auf der Flucht ausgesetzt.

Die Leiche Herburgers wurde trotz zweimaliger Polizeiaktionen im Schrebergarten nicht gefunden. Der Geruch des Komposts hatte die Suchhunde offenbar verwirrt. Bei Dreharbeiten mit Herburgers Sohn entdeckte ein Kameramann am 16. April den Zipfel einer blauen Decke und ein blutiges Haarbüschel im Kompost. So wurde die Leiche gefunden. Der 59-Jährige wurde erschlagen.

Dorita Plange 

auch interessant

Kommentare