Serien-Sextäter: Sein Motiv war Langeweile

München - Zierliche Frauen mit langen Haaren sollen es dem 41-Jährigen besonders angetan haben. Ein mutmaßlicher Serien-Sextäter muss sich jetzt vor Gericht verantworten.

Zu den Übergriffen kam es seit 2005 in mehreren Münchner Stadtvierteln. Der 41-Jährige soll, so die Anklage, Frauen auf deren nächtlichem Heimweg von der Arbeit oder von einem Diskothekenbesuch überfallen und unsittlich berührt haben. Sein Ziel sei in jedem Fall eine Vergewaltigung gewesen. Zierliche Frauen mit langen Haaren sollen es dem 41-Jährigen besonders angetan haben.

Er habe jedoch von den meisten Frauen abgelassen, wenn diese schrien und sich heftig wehrten. Sein letztes Opfer, eine 22 Jahre alte Studentin, soll in Todesangst versprochen haben, den Angeklagten nicht anzuschauen, wenn er sie am Leben lasse.

Der mutmaßliche Seriensextäter muss sich nun vor dem Münchner Landgericht verantworten. Der Kraftfahrer ist angeklagt wegen Vergewaltigung in vier sowie versuchter und vollendeter sexueller Nötigung in 13 Fällen. Eine Sonderkommission der Münchner Polizei hatte den 41-Jährigen fünf Jahre lang gejagt, bevor er im vergangenen September überwältigt werden konnte.

Die Sonderkommission verdächtigte ihn sexueller Übergriffe in 31 Fällen, 17 davon glaubt die Staatsanwaltschaft ihm nachweisen zu können. Im Ermittlungsverfahren nannte der Angeklagte als Motiv Langeweile und Stress. Für die Verhandlung hat er ein Geständnis angekündigt. Möglicherweise wird daher der auf fünf Tage angesetzte Prozess früher als geplant zu Ende gehen.

dpa

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