„Danke! Danke! Danke!“

Mutter verliert Kinderfotos in U-Bahn - und weint später vor Glück

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Die Mutter mit ihren beiden Kindern.

Eine Mutter hat in der Münchner U-Bahn eine Tüte mit Kinderfotos und Arztbriefen vergessen. Sie verzweifelte. Ihre Geschichte zeigt, wie wichtig es ist, dass ehrliche Finder verlorene Gegenstände ins Fundbüro bringen.

Die Mutter war bereit, 500 Euro Finderlohn zu zahlen. 

München - Auf Facebook hat die Mutter am 22. Februar einen Aufruf mit der Überschrift „SOS - Brauche bitte eure Hilfe“ gestartet. Darin schrieb sie, sie sei „total verzweifelt“, sie habe eine Plastiktüte aus dem Disneyland verloren - entweder vor der U-Bahn Maillingerstraße oder auf in der grünen Linie Richtung Olympia-Einkaufszentrum. „In der Tasche sind die neuen Hockeyschuhe meiner Kinder, Operationsunterlagen, Medikamente, meine Brieftasche (ohne Geld aber mit wichtigen Unterlagen) und 20 Euro einfach so reingesteckt in einer Rechnung. DAS WICHTIGSTE: ES SIND ALLE BILDER MEINER KINDER VON DEN LETZTEN VIER JAHREN AUF SPEICHERKARTEN IM BRIEFBEUTEL.“ Die Frau schreibt, sie hätte die Fotos in den nächsten Tagen ausdrucken wollen und die Bilder nirgendwo sonst gespeichert. Jede Mutter, jeder Vater wird verstehen, wie entsetzlich sich dieser Verlust angefühlt haben muss.

Sie forderte die Leser ihres Facebook-Posts auf: „BITTE nehmt euch alles, ich brauche nur die Bilder und zahle einen guten Finderlohn. Ich bin am Boden zerstört und meine Kinder auch. Schulanfang, Konzerte und Aufführungen meiner Tochter, Geburtstage, die letzten Bilder meiner verstorbenen Oma...“ Sie postete einen handgeschriebenen Finderlohn-Zettel unter ihrem Beitrag. 

Von diesen beiden Kindern wären beinahe alle Fotos der vergangenen vier Jahren verloren gewesen.

Die Leser des Facebook-Posts schrieben Mut machende, rührende Kommentare. Am Donnerstagnachmittag konnten sie die verzweifelte Frau dann beglückwünschen, denn die Tüte wurde gefunden und im Fundbüro der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) abgegeben. „Ich bin noch am Heulen vor Freude und dem Stress der letzten Tage, der gerade von mir abfällt. Die Kinder sind so glücklich!“ Sie wolle sich bei der Frau, deren Namen sie kenne, persönlich bedanken. Und sie dankt allen lieben Menschen für deren Unterstützung: „Ich bin jetzt echt wieder optimistischer/positiver eingestellt, weil ich gar nicht dachte, dass es so viele hilfsbereite Leute gibt! Danke! Danke! Danke!“

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sah

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