Fahrgäste können aufatmen

MVG: Darum gibt es doch keinen Streik!

München - Es heißt Aufatmen: Eigentlich sollten am Mittwoch keine U-Bahnen, Trambahnen und Busse fahren. Doch die Arbeitgeber machten am Dienstagabend ein neues Gesprächsangebot.

Eigentlich sollten am Mittwoch in München weder U-Bahn noch Tram oder Bus fahren: Die Gewerkschaften wollten den Nahverkehr mit einem breit angelegten Streik lahmlegen. Jetzt aber Aufatmen!

Als die Arbeitgeber am Dienstagabend ein neues Gesprächsangebot machten, wurden für diese Woche sämtliche Streikaktivitäten abgeblasen. „Angesichts der Gesprächsbereitschaft wäre ein Streik nicht vermittelbar“, sagt Münchens Verdi-Geschäftsführer Heinrich Birner. „Dabei waren alle Streikvorbereitungen abgeschlossen.“

Verdi-Verhandlungsführer Manfred Weidenfelder wertet die Verhandlungsbereitschaft der Arbeitgeber so: „Das ist ein Erfolg der bisherigen Streikaktivitäten.“ Was die Streiks beim Müncher Nahverkehr betrifft, stellt Franz Schütz, Verdi-Gewerkschaftssekretär für den Bereich Verkehr, klar: „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Wenn jetzt kein verbessertes Angebot auf den Tisch kommt, werden wir in München postwendend zum nächsten Streiktag aufrufen.“

Münchens MVG-Chef Herbert König sowie Stadtwerke-Personalchef Werner Albrecht hatten bereits ein neues Angebot abgelehnt und nur kleine Verbesserungen außerhalb der Tarifsteigerung angeboten.

Verhandlungsführer bei den kommunalen Arbeitgebern ist allerdings der Personalchef der städtischen Werke Nürnberg, Karl-Heinz Pöverlein. Dort werden mehr Angestellte nach dem bayerischen Tarif bezahlt als in München, wo es auch einen schlechter bezahlten Haustarif gibt.

J. Welte

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