Zeitkarten sind schuld

Tickets teurer - aber der MVG fehlen 4,5 Millionen!

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Weil die Passagiere mit den neuen Monatskarten Geld sparen, soll die Stadt der MVG den Verlust ausgleichen.

München - Ab Sonntag müssen die Münchner zum Fahrplanwechsel wieder tiefer für Bahn, Tram und Bus in die Tasche greifen – die Tarife steigen um 3,6 Prozent. Und trotzdem fehlen allein der MVG für das nächste Jahr immer noch rund 4,5 Millionen Euro!

Die soll die Stadt beisteuern, CSU und SPD wollen am Dienstag wohl zustimmen. Sonst müssten die Preise noch stärker steigen …

Die MVG betreibt in der Stadt U-Bahn, Bus und Tram. Als Grund für die Steuerspritze nennt die MVG die „gleitenden Zeitkarten“: Monatskarten müssen seit 2013 nicht mehr am Monatsanfang und Wochenkarten nicht mehr am Wochenanfang beginnen. „Ein Teil der Fahrgäste fährt dadurch günstiger, was Mindereinnahmen verursacht – und zwar mehr, als der MVV erwartet hatte“, erklärt die MVG. So ist laut 2. Bürgermeister Josef Schmid (CSU) ein Ausgleich von voraussichtlich bis zu 4,5 Millionen Euro aus dem Stadtsäckel nötig – pro Jahr. Die genauen Kosten muss die MVG aber nachweisen.

CSU-Wirtschaftssprecher Manuel Pretzl hält die Summe für einen „ziemlichen Schritt“. Man werde aber zustimmen, weil die neuen Monatskarten den Nahverkehr attraktiver machten.

dac

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