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Wofür sind die großen Spiegel am Bahnsteig eigentlich da? MVG widmet „Öffi-Rätsel“ ganzen Beitrag

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Von: Lukas Schierlinger

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Mit der U-Bahn durch München zu pendeln, kann durchaus spannend sein. Die MVG hat sich einem „Öffi-Rätsel“ ausführlicher gewidmet.

München - Viele Münchner haben sie schon genutzt, um ihre Frisur zu prüfen, oder den Lidstrich nachzuziehen. Wofür die großen Spiegel am Ende der U-Bahnsteige wirklich da sind? „Mitnichten für den Styling-Check der Fahrgäste“, hat die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) nun in einem Erklär-Beitrag auf Facebook unterstrichen.

U-Bahn in München: Wofür dienen die großen Spiegel am Ende des Bahnsteigs?

Die Spiegel dienen den Fahrern von Münchens U-Bahnen als wichtige Orientierungshilfe. „Darin prüfen sie, ob die Türen frei sind und alle Fahrgäste sicher ein- und ausgestiegen sind“, schreibt die MVG. Ist dem so, schallt das wohlbekannte „Zurückbleiben, bitte“ durch die Lautsprecher.

Spiegel am Bahnsteig
Die Spiegel am Bahnsteig-Ende dienen den Fahrern als wertvolle Orientierungshilfe. © Marcus Schlaf

Gut zu wissen: Die Spiegel sind so konzipiert, dass auch gekrümmte Bahnsteige in ihrer ganzen Länge sichtbar sind. Ein explizites Selfie-Verbot hat die MVG in ihrem Beitrag nicht ausgesprochen. Unter dem Facebook-Posting diskutieren Münchens U-Bahn-Pendler ohnehin ganz andere Aspekte.

Münchner diskutieren scherzhaft über „Öffi-Rätsel“: „Damit sich der Triebfahrzeugführer nochmal aufstylen kann“

Einer denkt wehmütig an die „guten alten Zeiten“ zurück: „Früher sind die Fahrer zum Abfertigen ausgestiegen, um die Türen sehen zu können. Nun können sie sitzenbleiben.“ Schnell wird er jedoch von einem anderen Mitleser über die durchaus berechtigte Anwendung der Spiegeltechnik aufgeklärt: „Früher konnte keiner sehen, was in den Sekunden nach dem Abfertigen bis zur Abfahrt passiert. Da kann jemand am Zug hängen, als Fahrer sehe ich das nicht mehr und der Zug schleift den dann gnadenlos mit.“

Zum Verwendungszweck der Öffi-Spiegel unternehmen einige Facebook-User weitere, scherzhafte Spekulationen. „Ich dachte immer, sie sollen davon abhalten, weiter in den Tunnel zu gehen“, schreibt ein Mann. Ob sie nicht doch zum Styling-Check dienen, dem der MVG-Piloten? Für einen Kommentator ist der Grund ihrer Installation „glasklar“: „Damit der Triebfahrzeugführer sich nochmal aufstylen kann, bevor er losfährt.“ (lks)

Das Münchner U-Bahn-System umfasst acht Linien mit 100 Stationen bei einer Gesamtstreckenlänge von 100,8 Kilometern. Doch nicht alle Stationen kommen gut an, wie eine aktuelle Auswertung zeigt.

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