Notfahrplan für die U-Bahn

Ruf nach Schlichter im Tarifstreit

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Im Tarifstreit ist der Ruf nach einem Schlichter laut geworden.

München - Seit mehr als zwei Wochen verkehren Münchens U-Bahnen nur nach Notfahrplan – und der Ärger der Fahrgäste wächst. Deshalb ist jetzt der Ruf nach einem Schlichter des Tarifstreits laut geworden.

Es ist fast jeden Tag das gleiche Bild: Die Bahnsteige und Züge der Münchner U-Bahn sind voll. Wer pünktlich sein will, muss mitunter eine halbe Stunde früher aufstehen. „Basisnetz“ nennt die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) ihren Notfahrplan, der den Verkehr trotz des Tarifstreits mit der Gewerkschaft GDL aufrecht erhalten soll.

Deshalb ist jetzt der Ruf nach einem Schlichter des Tarifstreits laut geworden, wie der Münchner Merkur am Dienstag berichtet.

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Andreas Nagel von der Aktion Münchner Fahrgäste hat derweil festgestellt, dass sich die Beschwerden häufen. Deshalb schlägt er vor, in dem Tarifstreit einen Schlichter einzusetzen. „Ich könnte mir Hans-Jochen Vogel vorstellen“, sagt Nagel. Es müsste jemand sein, der das Vertrauen des OB und der SPD habe. Auch den früheren Chef der Landtags-SPD, Franz Maget, hält Nagel deshalb für eine gute Lösung. Der Geschäftsführer des Münchner Verkehrs- und Tarifverbunds (MVV), Alexander Freytag, findet die Idee gut. „Alles, was zu einer Einigung führt, ist zu begrüßen“, sagt der MVV-Chef. Denn der aktuelle Tarifstreit sei die „problematischste Situation“ seit Beginn seiner Tätigkeit als Geschäftsführer. Die Fahrgäste seien die Leidtragenden.

MVG-Chef Herbert König aber bleibt hart. „Was sollte ein Schlichter erreichen? Ein Kompromiss ist nicht möglich“, erklärt sein Sprecher Christian Miehling.

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