MVG-Notfallplan bleibt weiter gültig

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Die MVG-Kunden warten auf die Wiedereinführung des normalen Fahrplans

München - Die Münchner Verkehrsgesellschaft MVG, die Gewerkschaft GDL und die Münchner Fahrgäste haben ein gemeinsames Problem: den Streik im Nahverkehr. Und: Eine Lösung ist nicht in Sicht.

In einem offenen Brief an die Gewerkschaft haben MVG-Chef Herbert König und der Verhandlungsführer des Arbeitgeberverbandes KAV, Reinhard Büttner, nun ein endgültiges Ende des Streiks gefordert. Unterdessen wird im Nahverkehr weiterhin nach dem Notfallplan der MVG gefahren, ohne Nachtlinien.

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GDL-Streik: "Maximum an Chaos für die Fahrgäste"

König kritisierte am Montag erneut die „unverantwortliche Streiktaktik“ der Gewerkschaft. Sie setze auf „Zermürbung durch Unberechenbarkeit“, indem sie erst in letzter Minute ankündige, ob gestreikt wird oder nicht. „Da ist keinerlei Planungssicherheit da, das geht gegen jede Streikkultur“, so König. Verhandlungsführer Büttner sprach von „völlig chaotischen“ Zuständen. Es gebe beispielsweise immer noch keinen offiziellen Ansprechpartner für die MVG auf Seiten der GDL. „Wir als Arbeitgeber erfahren als letzte von den Planungen.“ Es sei deshalb genau richtig gewesen, das sogenannte Basisnetz zu entwickeln.

Seit dem 30. September fährt die MVG nach einem zweigeteilten Betriebsplan: Es gibt das Basisnetz, das mit Fahrern besetzt wird, die nicht in der GDL organisiert sind, und das Ergänzungsnetz, in dem fahrwillige GDL-Mitglieder eingesetzt werden. So soll es bleiben, bis der Streik beendet ist. Außerhalb der Innenstadt verkehren die U-Bahnen nur im 20-Minuten-Takt. Es werde geprüft, ob die Nachtlinien künftig in das Ergänzungsnetz integriert werden könnte.

König hat neben einem Ausfall durch Streikende mit einem weiteren Problem zu kämpfen: „Seit letzter Woche steigt der Krankenstand der Fahrer exorbitant an.“ Bis zu 15 Prozent der U-Bahn-Fahrer haben sich zeitweise krank gemeldet. Die Krankmeldungen kämen vor allem von Gewerkschaftsmitgliedern. „Offenbar ist eine Seuche ausgebrochen, die nur GDLer befällt“, so König.

Ann-Kathrin Gerke

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