Auch Fahrscheinkontrolleure im Ausstand

Streik: Nur ein Drittel der Tram-Bahnen fährt

+
Wer am Mittwoch Tram fahren will, muss sich auf lange Wartezeiten einstellen.

München - Trambahn-Fahrer und Fahrkartenkontrolleure streiken am Mittwoch. Droht ein Verkehrschaos? Die MVG beschwichtigt, nach tz-Informationen wird aber ein erheblicher Teil der Bahnen ausfallen. 

Update: Am Mittwoch hat der Streik der MVG begonnen. Die Trambahnfahrer haben die Arbeit niedergelegt. Alle aktuellen Infos gibt's in unserem Ticker zum MVG-Streik.

Nur sehr langsam lichtet sich der Schleier über den Streikplänen der Gewerkschaften Verdi und NahVG. Mittwoch-Früh soll die Trambahn bestreikt werden, die Fahrscheinkontrolleure treten ganztägig in den Ausstand.

Eigentlich hatten die Gewerkschaften versprochen, ihre Streiks 24 Stunden vorher anzukündigen. Am Montagabend verschickten sie nur eine Mitteilung, in der es hieß: „Um die Fahrgäste nicht über Gebühr zu beeinträchtigen, hat sich die betriebliche Streikleitung für eine flexible Streikstrategie entschieden. In der ersten Streikwelle werden Teile des Verkehrsbetriebes der Stadtwerke München GmbH von 4 Uhr bis in den späten Morgen zum Warnstreik aufgerufen.“

Nur ein Drittel der Fahrer dürfte im Einsatz sein

Was das konkret heißt, wurde erst Dienstag-Nachmittag mitgeteilt: Dass die Trambahn-Fahrer und Fahrkartenkontrolleure streiken. Was das für die Fahrgäste bedeutet? MVG-Chef Herbert König ließ gestern mitteilen: „Ein erheblicher Teil der Fahrerinnen und Fahrer wird in jedem Fall im Einsatz sein und unsere Kunden befördern.“ Viele Fahrer seien direkt bei der MVG angestellt und somit nicht von der Tarifauseinandersetzung betroffen. Nach tz-Informationen dürfte aber nur ein Drittel der Fahrer im Einsatz sein.

Außerdem warnt König vor dem Schwarzfahren: „Wir setzen ja nicht nur Kontrollschaffner ein, die bei den SWM beschäftigt und von der aktuellen Tarifrunde betroffen sind, sondern in beträchtlichem Umfang auch Mitarbeiter der MVG und privater Dienstleister.“ Diese streikten nicht. König: „Niemand sollte glauben, wegen des Streiks gebe es keine Fahrkartenkontrollen!“

Im Nürnberger Nahverkehr fielen die Streiks am Dienstag massiv aus. Dort blieben U- und Trambahnen ganztägig in den Depots, von 205 Bussen waren nur 50 unterwegs. Und die steckten im allgemeinen Verkehrschaos fest.

Am Donnerstag könnte es Probleme bei der Münchner U-Bahn geben. Dann wollen die Rangierer streiken.

Johannes Welte

auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Gleis-Gau: Express-S-Bahn zum Flughafen nicht vor 2037
Gleis-Gau: Express-S-Bahn zum Flughafen nicht vor 2037
Rätsel um schwer verletzten 15-Jährigen in Blutlache
Rätsel um schwer verletzten 15-Jährigen in Blutlache
Blitzeis-Bilanz: Münchner kratzten, rutschten und verletzten sich
Blitzeis-Bilanz: Münchner kratzten, rutschten und verletzten sich

Kommentare