Freiraum für die „Zugkunft“

MVG 2018: Auf diese Änderungen müssen Sie sich einstellen

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S-Bahn-Haltestelle Unterföhring

Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln in München unterwegs ist, wird demnächst mit einigen Änderungen konfrontiert. Die Umsteigebahnhöfe in der Innenstadt sollen entlastet werden.

München - Pendler dürfen sich zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember auf etliche Änderungen gefasst machen. Die vielleicht auffälligste: Der MVV-Netzplan wird aufgehübscht. Dabei geht es nicht nur um kosmetische Korrekturen der etwas in die Jahre gekommenen Orientierungshilfe. Denn München boomt, und das heißt: „Wir haben bereits jetzt Platz für die Darstellung möglicher Erweiterungen und Neubaustrecken geschaffen, wie etwa für die schon beschlossene Neufahrner Spange“, erklärt MVV-Sprecher Martin Schenk. Außerdem werden die Regionalzüge als gleichberechtigte Verkehrsmittel in den Plan aufgenommen. 

Nicht nur die Netzpläne ändern sich, sondern die Münchner Verkehrsgesellschaft MVG erweitert auch ihr Angebot bei U-Bahn, Bus und Tram. Der Fahrplanwechsel ist auch eine logistische Herausforderung: Ab 7. Dezember sind 17 Mitarbeiter rund um die Uhr im Einsatz. Sie müssen rund 30.000 einzelne Aushänge auswechseln. Dazu fahren sie alle 1200 Haltestellen und U-Bahnhöfe an. 

Münchner Streckennetz 2018: Plan der S-Bahn, U-Bahn und Regionalzug im MVV 

MVG 2018: Das sind die wichtigsten Änderungen  

U-Bahn: Die U2 wird die erste Linie, die ganztägig im Fünf-Minuten-Takt unterwegs ist. Ab Mitte 2018 sollen die Züge zwischen Harthof und Messestadt Ost von montags bis freitags von 6 bis 20 Uhr alle fünf Minuten fahren - an Schultagen und in den Ferien. 

Auch lesenswert: Ringe, Zonen, Streifen – MVV will Tarif-Dschungel abschaffen!

Tram: Die gravierendste Änderung betrifft den Osten - mit einer völlig neuen Linienführung der Linien 16, 17 und 18. Die Tram 16 übernimmt von der 18 den Abschnitt Sendlinger Tor -  Lehel - Effnerplatz. Die Tram 17 übernimmt wiederum den Abschnitt Sendlinger Tor - Max-Weber-Platz - St. Emmeram von der 16. Die Tram 18 fährt nicht mehr zum Effnerplatz, sondern übernimmt von der 17 den Abschnitt Sendlinger Tor - Ostfriedhof - Schwanseestraße. Im Berufsverkehr sollen größere Züge unterwegs sein. Auf den Linien 15 und 25 sollen die Bahnen zwischen Max-Weber-Platz und Großhesseloher Brücke bis Mitternacht zehnminütig fahren. Ab Mitte 2018 verbindet Linie 22 die Innenstadt mit Steinhausen. 

Bus: Der 153er wird von der Maxvorstadt über Neuhausen bis nach Sendling verlängert. Der X50 soll ab Mitte 2018 eine Querverbindung im Norden zwischen Moosach und Alte Heide schaffen. Entlastung soll der neue Bus-Cityring ab 2018 bringen, der alle U-Bahn-Äste der Stadt München erreichen wird.

Zentrale Knotenpunkte stellen in München ein Problem dar

Brigitte Gemmer, Leiterin -Angebotsplanung bei der Münchner Verkehrsgesellschaft, sagt zu den Änderungen im MVG-Netz: „Hier sind vor allem die zentralen Knotenpunkte das Problem. Deshalb setzen wir bei der Entlastung des U-Bahnnetzes auf Expressbusse, die Querverbindungen zwischen den unterschiedlichen U-Bahn-ästen schaffen. Allerdings brauchen wir mehr Platz: auf der Straße für neue Busspuren und auch für neue Haltestellen.“

Burkard Hüttl, Leiter Regie und Steuerung bei der MVG: „Unsere größte Herausforderung ist, die Fahrgäste bei ständig steigenden Passagierzahlen gleichmäßig im Netz zu verteilen. Dabei setzen wir vor allem auf neue Querverbindungen, um die Umsteigebahnhöfe in der Innenstadt zu entlasten. Wichtig wären dafür die Tram-Tangenten im Norden und Westen. Bis es soweit ist, setzen wir auf Busverbindugen - die sind schnell einsatzbereit.“ 

Auch der unterirdische Andrang bei der alljährlichen Wiesn könnte bald massiv entzerrt werden:

München soll eine neue U-Bahn-Linie bekommen

- und damit einen weiteren Haltepunkt fürs Oktoberfest... 

Mk

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