Fahrgastverband kontra Verkehrsunternehmen

Harsche Kritik: Viele "Qualen" für Pendler in den Ferien

München - Veränderte Linienführung, schlechte Baustellenkommunikation: Der Fahrgastverband "Aktion Münchner Fahrgäste" kritisiert die Verkehrsunternehmen. Gerade in der Ferienzeit würden Baustellen die Fahrgäste belasten. Doch es gibt auch Lob.

Die Verkehrsunternehmen nutzen die Ferienzeit, um Bauarbeiten an der Verkehrsinfrastruktur durchzuführen. Allerdings führe dies zu besonderen Erschwernissen und Qualen für die Fahrgäste, kritisiert der Fahrgastverband "Aktion Münchner Fahrgäste".  

Es sei für die Fahrgäste nicht leicht, an die erforderlichen Informationen heran zu kommen, heißt es weiter. Zumal, wenn sie nicht von hier sind: "Gerade für Touristen ist es ärgerlich, wenn die normale Linienführung verändert wird."

Früher sei eine Weiche auch über Nacht ausgewechselt worden. Doch "billiger und einfacher ist es wohl am Tage zu arbeiten", sagt Sprecher Andreas Nagel. "Bauen unter dem rollenden Rad ist anscheinend aus der Mode gekommen." Dies sei aber gut gewesen für die Zuverlässigkeit des Systems.

Der Fahrgastverband fordert eine verbesserte Baustellenkommunikation, die die aktuelle Situationen an Baustellen auch graphisch darstellt. Eine verbale Beschreibung der verschiedenen Baustellen sei nicht ausreichend. Außerdem sagt Nagel: "Wir wünschen uns mehr qualifiziertes Personal mit der erforderlichen elektronischen Ausstattung, das Auskünfte erteilen kann."

Doch es gibt auch Lob von "Aktion Münchner Fahrgäste" für die Verkehrsunternehmen: Die elektronischen Auskunftssysteme seien gut gepflegt. "Wer seine aktuelle Reiseroute elektronisch plant, der kommt oft zu erstaunlich guten Ergebnissen."

mm

Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Was denken Sie über diesen Artikel?

Kommentare