Pendler aufgepasst!

MVG-Automaten nehmen neue 5-Euro-Scheine nicht

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Die Fahrschein-Automaten der Münchner Verkehrsgesellschaft akzeptieren derzeit noch keine neuen 5-Euro-Scheine. Doch Abhilfe ist Sicht.

München - Pendler aufgepasst! Die Fahrschein-Automaten der Münchner Verkehrsgesellschaft akzeptieren derzeit noch keine neuen 5-Euro-Scheine. Doch Abhilfe ist Sicht.

Die neuen Fünf-Euro-Scheine sollen noch fälschungssicherer sein als die alten. Sie sind sogar so sicher, dass viele Automaten der Deutschen Bahn, von Privatbahnen, aber auch der Münchner MVG und zahlreicher Parkhäuser sie nicht annehmen. Das Problem: Die Software muss geändert werden. Und das ist noch nicht erfolgt. Wer alles betroffen ist:

Eisenbahn: „In Bayern sind 160 der 1412 Automaten vor allem im Raum Augsburg und Allgäu betroffen. Die Umstellung erfolgt bis Ende Mai“, sagt Bahnsprecher Bernd Honerkampf der tz. Insgesamt hat die DB 7000 Automaten von zwei Herstellern. Einer hat bereits die richtige Nachrüstsoftware geliefert, der andere nicht. Auch bei der Bayerischen Oberlandbahn und der Regiobahn gibt es wahrscheinlich Probleme., Eine Sprecherin zur tz: „Wir wissen es noch nicht. Wir haben bisher von der Bank noch keine neuen Fünfer zum Testen erhalten.“

MVG: Die 600 Automaten der Münchner Verkehrsgesellschaft akzeptieren noch keine neuen Fünfer. Sprecher Michael Solic zur tz: „Wir hatten zwar eine neue Software vorbereitet, wollten sie aber erst an den neuen Fünfern testen. Das konnten wir erst am 2. Mai machen, weil wir erst dann die Scheine erhielten.“ Die Tests verliefen erfolgreich. Bis alle Geräte das neue Geld akzeptieren, werden allerdings noch einige Tage vergehen. Bei 400 der 600 Geräte kann die Software allerdings rasch per Fernsteuerung aufgespielt werden.

Flughafen: Auch die Parkhäuser sind betroffen. Sprecher Robert Wilhelm; „Die meisten Parkscheinautomaten sind umgestellt, aber noch nicht alle.“ Gerüchteweise ist zu hören, dass auch die Automaten in der Mitarbeiterkantine neue Fünfer ablehnen.

Parkplätze der Park+Ride GmbH. Sie betreibt 37 Parkplätze und mehrere Parkhäuser im Raum München. Prokurist Manfred Zehetbauer zur tz: „Momentan sind wir noch nicht so weit. Unsere 36 Automaten an Park+Ride-Anlagen sowie die Geräte in den Parkhäusern am Elisenhof, an der Münchner Freiheit und beim Hofbräuhaus nehmen noch keine neuen Scheine. Die Umstellung soll bis Mittwoch abgeschlossen werden.“

Apcoa: Die Stuttgarter Firma ist mit acht Parkhäusern einer der großen Betreiber in München. Sprecher Tilman Kube: „Wir befinden uns noch in der Umstellungsphase. Der genaue Termin für die Umstellung steht heute noch nicht fest.“

Bleibt die Frage, ob die Geldautomaten beim Einzahlen die Fünfer nehmen. „Ja“, sagt eine Sprecherin der Stadtsparkasse, die selbst noch keine neuen Fünfer ausgibt.

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Die MVG teilte dazu am Dienstagmittag mit:

Nach Auslieferung der ersten neuen Scheine wurde die neue Software letzte Woche umgehend intern erprobt. Nachdem die Annahme der neuen Banknoten reibungslos funktionierte, startete ein Test unter realen Bedingungen mit drei Ticket-Automaten in den U-Bahnhöfen Hauptbahnhof, Sendlinger Tor und Marienplatz. Bisher läuft der Zah-lungsverkehr an diesen Standorten ohne Probleme. 

Anfang nächster Woche soll die Software „per Knopfdruck“ auf alle neuen Automaten (etwa zwei Drittel aller Automaten) der MVG über-spielt werden, sofern der Test bis dahin weiter erfolgreich verläuft.

Die älteren Automaten (etwa ein Drittel) müssen durch Techniker vor Ort aktualisiert werden. Die Umstellung wird voraussichtlich bis Ende Mai dauern.

Die MVG bedauert, dass die Umstellung erst jetzt erfolgen kann. Sorgfalt geht jedoch vor Schnelligkeit: Das erforderliche Update bringt eine Aktualisierung der gesamten Automaten-Software mit sich und kann daher erhebliche Probleme verursachen, falls es nicht fehlerfrei funktioniert.

Eingehende Tests sind daher zweifelsfrei nötig. Beobachtungen der MVG zeigen im Übrigen, dass bisher kaum neue 5-Euro-Scheine im Umlauf sind. Dementsprechend liegen auch noch keine Beschwerde über Automaten vor, die die Annahme der neuen Banknote verweigern.

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