Entsprechender Tagesordnungspunkt abgesetzt

Mega-Streit ums München-Ticket - MVV-Reform ausgebremst

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Noch keine Preisreform: Wegen Differenzen um das München-Ticket wird der Zeitplan verschoben.

Eigentlich sollte an diesem Mittwoch die große Tarifreform des MVV beschlossen werden. Doch daraus wird nichts. Grund: In einigen Punkten herrscht noch Uneinigkeit.

München - Wieder Verspätung beim MVV! Und diesmal geht’s nicht um eine einzelne S-Bahn, sondern um die komplette Tarifreform. Eigentlich wollten die MVV-Gesellschafter am Mittwoch ja die Vereinfachung der Tarifzonen beschließen - aber daraus wird nichts. „Gemeinsam mit Staatsministerin Ilse Aigner und dem Sprecher der Landräte, Robert Niedergesäß, haben wir uns darauf verständigt, den Tagesordnungspunkt abzusetzen“, sagte OB Dieter Reiter (59, SPD) . Nach unseren Informationen gibt es immer noch Uneinigkeiten zwischen der Stadt und den Landkreisen wegen der Finanzierung des München-Tarifs. „Wir sind am Mittwoch noch nicht beschlussfähig“, sagte Ebersbergs Landrat Robert Niedergesäß (47, CSU).

Der MVV möchte die bisherigen vier Zonen und 16 Ringe durch sechs Kreise im Außenraum sowie einen Kernbereich, die M-Zone, ersetzen. Diese würde die bisherigen Ringe 1 bis 4 ersetzen. Den Durchbruch soll jetzt ein Spitzengespräch mit Reiter, Niedergesäß und Verkehrsministerin Ilse Aigner (53, CSU) bringen, das wohl für Freitag geplant ist. Dann folgt wohl eine neue Ladung der Gesellschafterversammlung, anschließend müssen noch der Stadtrat und die acht Kreistage das ­Tarifwerk genehmigen.

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Das München-Ticket steht nicht auf der Tagesordnung: Laut OB Dieter Reiter wird der der Tagesordnungspunkt abgesetzt.

Keine Zweifel an der Reform

Trotz der wiederholten Verzögerungen: „Die Reform wird kommen, keine Frage“, sagt Niedergesäß, der am Dienstag während der Landräte-Tagung von Neu-Ulm aus viel mit Reiter und Aigner telefonierte. Auch der Zeitpunkt der Umsetzung im Juni 2019 sei nicht in Gefahr. Doch wie so häufig, geht es auch bei der MVV-Reform ums Geld. Je mehr Vergünstigungen es für Nutzer gibt, desto höher fällt das Defizit aus, das dann Stadt, Landkreis und Freistaat ausgleichen müssen. Die Rede ist von einem „guten zweistelligen Millionenbetrag“ für die Reform.

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Ein Streitpunkt ist offenbar nach wie vor der Ticket-Preis für die M-Zone. Die SPD im Stadtrat wollte den Preis auf unter 60 Euro monatlich drücken, damit der Preisanstieg für diejenigen nicht allzu schlimm wird, die bisher in den Ringen 1 bis 2 unterwegs sind (55,20 Euro). Die Stadt will die M-Zone nicht über Gebühr aus dem Haushalt finanzieren, sondern über die Tarife. Das soll aber den Landkreisen nicht passen.

In unserem News-Blog halten wir Sie über alle Beeinträchtigungen der S-Bahnen auf dem Laufenden.

Weiterer Streitpunkt in der Diskussion: der Preis der Streifenkarte, derzeit 14 Euro. Auch er sollte nicht steigen, so eine Vorgabe aus der Stadt, damit Gelegenheitsfahrer animiert werden, öfter die S-Bahn zu nutzen. „Es gibt viele Diskussionen und noch keine Einigkeit“, sagt ein Teilnehmer der Verhandlungsrunden.

Dirk Walter, Sascha Karowski

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