Ganze Stadt riecht nach faulen Eiern

Mysteriöser Gestank: Spezialeinheit auf Ursachensuche

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Die Experten der Analytischen Task Force waren im Einsatz Fotos: dpa

München - Was war denn das? Ausgerechnet zu den Osterfeiertagen waberte am Montagabend penetranter Geruch von faulen Eiern durch die Stadt – oder zumindest durch weite Teile.

Besorgte Bürger klingelten deshalb Sturm bei der Polizei und der Feuerwehr. Auch auf tz.de und unserer Facebook-Seite meldeten sich zahlreiche Münchner. Sofort rückte die Analytische Task Force aus, eine Spezialeinheit zur Erkennung und Bekämpfung biologischer, chemischer oder radiologischer Gefahren. Ohne konkretes Ergebnis. „Eine Gefahr für die Münchner bestand zu keinem Zeitpunkt“, sagte Feuerwehrsprecher Christoph Hoeckh.

Um exakt 21.56 Uhr rief der erste besorgte Bürger bei der Feuerwehr an. „Der Anrufer aus Schwabing meldete einen üblen Geruch“, sagt Christoph Hoeckh. In den folgenden Minuten liefen die Telefonleitungen der Leitstelle heiß. Hoeckh: „Mehr als 50 Anrufer aus dem gesamten Stadtgebiet, außer Pasing und Riem, beschwerten sich ebenfalls über einen penetranten Geruch“.

Etliche Münchner kommentierten auch die Geruchsmeldung der Feuerwehr auf deren Facebookseite: „In Untersendling war’s recht stark – es gab kurzzeitig Atemprobleme bei meiner Freundin“, schreibt ein Anwohner. Eine andere Bürgerin schreibt: „Wohne am Petuelring, hier stinkt’s gotterbärmlich.“

Ein Münchner hatte auch eine Theorie parat: „Ich tippe auf Schwefelwasserstoff aus der Kanalisation oder Großlappen (Kläranlage samt so genannter Faultürme), kann bei dem Wetter vorkommen, dass es nach fauligen Eiern riecht, bei dieser Wetterlage wird der Geruch nicht schnell genug mit der Umgebungsluft vermischt.“

Andere Münchner hingegen nahmen die österliche Duftnotnote mit Humor: „Ups, da hat anscheinend einer seine Ostereier nicht gefunden und jetzt verfaulen sie“, kommentiert ein Feuerwehr-Fan auf Facebook.

Gegen Mitternacht war der Spuk wieder vorbei. „Trotz Messungen konnte nicht eruiert werden, was genau den Geruch verursachte und woher er kam“, berichtet Feuerwehrsprecher Hoeckh.

jam

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