Kommt ein Jugendbeirat

Nach Antrag von Linken/Die Partei: Stadt München prüft mehr Beteiligung von Jugendlichen

Schüler verfolgen im Plenarsaal des Landtages Nordrhein-Westfalen eine simulierte Debatte.
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Schüler verfolgen im Plenarsaal des Landtages Nordrhein-Westfalen eine simulierte Debatte.

Die Stadt München will Jugendlichen mehr Beteiligung ermöglichen. Das teilt das Sozialreferat auf eine Anfrage unserer Zeitung mit. Hintergrund war ein Antrag von Linke/Die Partei für einen Jugendbeirat.

Das Sozialreferat will in Sachen Jugendbeteiligung nachbessern. Das geht aus einer Antwort auf eine Anfrage unserer Zeitung hervor. Hintergrund war der Antrag von Linke und Partei im Münchner Stadtrat. Die Fraktion hatte einen Jugendbeirat eingefordert.

Wie das Sozialreferat nun ausführt, gebe es bereits Angebote der politischen Teilhabe. Die Verwaltung unterstütze unterschiedliche Formate, um die Belange von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in möglichst vielen Bereichen zu berücksichtigen. Beispielhaft nennt das Referat das Kinder- und Jugendforum, die Kinder- und Jugendversammlungen in den Stadtbezirken oder Beteiligungsprojekte wie Online-Umfragen und themenspezifische Workshops.

Sozialreferat: „Junge Menschen fühlen sich offenbar zu wenig gehört“

Gleichwohl erkennt auch das Sozialreferat an, dass bei der jüngst veröffentlichten Online-Jugendbefragung ein großer Teil der Teilnehmer sich mehr politische Partizipation wünscht. Junge Menschen würden sich offenbar noch zu wenig gehört und ernst genommen fühlen. Das möchte das Sozialreferat ändern.

Wie es weiter heißt, prüft die Verwaltung derzeit, wie die Interessen der jungen Menschen verstärkt und verbindlich gehört und in die kommunalpolitische Diskussion einbezogen werden können. „Gemeinsam mit jungen Menschen sollen Umsetzungsvorschläge für eine Beteiligungsstruktur erarbeitet werden, die möglichst nah mit den jungen Menschen umgesetzt werden kann, die deren Vielfalt berücksichtigt sowie deren Lebenssituationen in ihren Stadtvierteln zugrunde legt. Dies soll bis Ende dieses Jahres dem Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt werden.“

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