„Maßnahmen bringen nichts“

Nach Bericht über schlechte Situation der Pflege: Bayernpartei fordert Pflegereferat

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Die Situation in der Pflege ist unbefriedigend - findet die Bayernpartei

Die Stadt soll ein eigenes Pflegereferat oder eine Pflegehauptabteilung erhalten. Das fordert Bayernpartei-Stadträtin Eva Caim in einem Antrag. Die Fraktion reagiert damit auf die Berichterstattung unserer Zeitung.

Darin war skizziert worden, wie sich die Situation für Pflegekräfte in München wegen Überstunden, schlechter Bezahlung, Krankheitsausfällen und unbesetzten Stellen zunehmend diffiziler gestaltet. „Die ganzen Maßnahmen, auf egal welcher politischen Ebene, erreichen weder die Pflegekräfte noch die Pflegebedürftigen wirklich“, sagt Caim. Die ehemalige Krankenschwester sieht vor allem ein Problem in der Zersplitterung der Zuständigkeiten.

Freilich sind die kommunalen Handlungsfelder begrenzt, in München gibt es zwar über 50 Kliniken, jedoch sind nur die fünf Häuser Schwabing, Bogenhausen, Neuperlach, Harlaching und das Krankenhaus an der Thalkirchner Straße in städtischer Hand. Die bisherigen, über mehrere Fachreferate verteilten Zuständigkeiten seien gleichwohl ein Problem, sagt Caim. So seien neben dem Referat für Gesundheit und Umwelt, dem Sozialreferat, dem Direktorium, der Stadtkämmerei auch das Referat für Arbeit und Wirtschaft mit den MBQ-Projekten (dritter Arbeitsmarkt) und das Kreisverwaltungsreferat mit Themen rund um die Pflege befasst. „Der Stadtrat muss sich Gedanken machen, wie er die Themenfelder professionelle Pflege, Laienpflege und pflegende Angehörige zusammengefasst“, schreibt Caim.

Dazu soll OB Dieter Reiter (SPD) zunächst einen interfraktionellen Arbeitskreis ins Leben rufen. Ein neues Referat könnte die Themen bündeln, durch kurze Informations- und Kommunikationswege sollen Synergie-Effekte entstehen. Caim sieht hier eine der zentralen Herausforderungen für die Stadt: „Bevölkerungswachstum, Verkehrsprobleme, Wohnungsnotstand und auch Fachkräftemangel – insbesondere in der Pflege – prägen inzwischen das Stadtbild.“ 

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