Große Anteilnahme

Nach Berlin-Anschlag: Reaktionen der Münchner Stadtpolitiker

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München  - Der Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin alarmiert auch Behörden und Politik in München. So reagieren die Chefs der großen Rathaus-Fraktionen. 

OB Dieter Reiter: Ein barbarischer Akt

OB Dieter Reiter

Ich verurteile diesen barbarischen Anschlag aufs Schärfste. Dieser brutale Akt der Gewalt macht uns alle sehr betroffen. Unsere Gedanken sind in Berlin. Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen und Freunden der Opfer und den vielen Verletzten. Ich bin in ständigem Kontakt mit der Polizei und dem bayerischen Innenministerium. Die zuständigen Sicherheitsbehörden haben mir mitgeteilt, dass sie die Polizeipräsenz auf den Christkindlmärkten erhöht haben. Trotzdem gibt es nach deren Einschätzung in München nach wie vor keine konkrete Gefährdungslage.“

Bürgermeister Josef Schmid: Stärker als Terrorismus

Josef Schmid, 2. Bürgermeister

„Der furchtbare Terroranschlag in Berlin erschüttert unser Land. Meine große Anteilnahme gilt den Opfern, den Verletzten und deren Angehörigen. Über die Konsequenzen aus diesem Anschlag muss jetzt intensiv gesprochen werden. Die Münchner Polizei hat bereits seit Montagabend ihre Kräfte zum Schutz der Weihnachtsmärkte aufgestockt. Sie hat ihre sichtbare Präsenz noch einmal erhöht und kontrolliert verstärkt die An- und Zufahrtswege. Das sind die der momentanen Situation angemessenen Maßnahmen. Polizei und Stadt befinden sich in ständiger Abstimmung und tun alles, um die größtmögliche Sicherheit für die Münchnerinnen und Münchner zu gewährleisten. So sehr uns alle der Berliner Anschlag schockiert, appelliere ich doch an die Bürger unserer Stadt, ihr Leben wie gewohnt fortzusetzen. Die Terroristen haben gewonnen, wenn wir wegen ihnen unsere Lebensgewohnheiten ändern. Unsere freie Gesellschaft ist stärker als hinterhältiger Terrorismus.“

Josef Schmid ist auch Leiter des Referats für Arbeit und Wirtschaft, welches den Christkindlmarkt am Marienplatz veranstaltet.

SPD-Fraktionschef Alexander Reissl: Vertrauen in Behörden

Alexander Reissl

Wir trauern um die Opfer des Anschlags von Berlin und empfinden tiefes Mitgefühl mit deren Angehörigen und Freunden sowie den Menschen, die bei dieser abscheulichen Tat verletzt worden sind. Gleichzeitig dürfen wir uns von solchen Taten nicht in eine Debatte mit überstürzten Forderungen treiben lassen, die am Ende nur ein Unsicherheitsgefühl erzeugt. Vollkommene Sicherheit gibt es nicht. Aber wir haben Vertrauen in die Münchner Sicherheitsbehörden und ihren Einsatz für den Schutz der Menschen in dieser Stadt. Wir lassen uns nicht einschüchtern.

CSU-Fraktionschef Hans Podiuk: Maßnahmen prüfen

CSU-Fraktionschef Hans Podiuk

„Der brutale Anschlag während der Weihnachtszeit in Berlin erschüttert uns tief. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind bei den Opfern sowie deren Familien. Die Polizei beobachtet die aktuelle Entwicklung der Gefährdungslage und hat die Präsenz erhöht. Wir sprechen unserer bayerischen Polizei unseren Dank für ihren Einsatz aus. In München müssen wir alle Maßnahmen prüfen, die geeignet wären, solche Taten zu verhindern. Auch wenn uns bewusst ist, dass es keine vollkommene Sicherheit gibt: Wir dürfen uns in unserer freiheitlichen Lebensart nicht einschränken lassen. So schwer uns das angesichts der schlimmen Ereignisse vom Montagabend fällt.“ 

Grünen-Fraktionschef Florian Roth: Hintergründe klären

Florian Roth

In München gibt es nach Auskunft der Polizei keine akute Gefährdungslage. Mögliche Konsequenzen aus dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt sollte man daher erst mit einigem Abstand erwägen, wenn der Ablauf und auch die Hintergründe der Tat restlos aufgeklärt sind. Sichtbare Polizeipräsenz im öffentlichen Raum ist gewiss ein Beitrag zur Sicherheit – und auch zum Sicherheitsgefühl. Man muss sehen, ob die Münchner Polizei in der Lage ist, mit ihrem ohnehin angespannten Personaltableau mehr Streifenpolizisten auf die Straße zu schicken.“

Alle aktuellen Entwicklungen zu dem Anschlag in Berlin können Sie in unserem News-Blog mitverfolgen. Einen aktuellen Bericht zur Sicherheit der Christkindlmärkte in München finden Sie hier. Wie reagieren die Standl-Betreiber auf den Münchner Märkten? Wir haben nachgefragt.  

MM

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